Wave-Gotik-Treff 2016

28. Mai 2016

Es war mal wieder soweit. Leipzig zeigte seine schwarze Seite an Pfingsten. Und dieses Jahr war ich auch wieder dabei!
Da das WGT dieses Jahr sein 25. Jubiläum feierte, haben sich die Veranstalter was ganz besonderes überlegt. Für Freunde der Grufti-Szene mit WGT-Bändchen war der nahegelegene Belantis Park für eine Nacht geöffnet. Und der Anblick war der Hammer!
Ich war schon in vielen Freizeitsparks und überall hat man das selbe Bild: heulende Kinder, schlechtgelaunte Eltern, streitende Paar. Aber ein in schwarzgehüllter Freizeitpark könnte nicht mehr Fröhlichkeit ausstrahlen. Im Ernst, das Feeling war echt der Wahnsinn. Das hätte ich gerne nochmal gehabt! Achterbahn fahren mit zig gleichgesinnten, schreien und Spaß haben. Der Abend war traumhaft. Und als wir dann auf der Wiese saßen und das für mich bisher schönste Feuerwerk sahen, war alles einfach nur noch „HACH!“. Das werde ich so schnell nicht vergessen.

Und es scheint, als hätte ich mich meiner Blindheit die Leute sehr gut unterhalten. Bei Achterbahnfahrten muss ich die Brille absetzen, weil ich sie sonst verliere. Aber nicht zu sehen, wo es lang geht ist ganz schwierig für mich. Also hatte ich die liebste Nathalie neben mir, die mir die Richtung ansagte. Und alles war gut. Bis wir durch einen Tunnel fuhren und auch sie nichts mehr sah. Ich schrei sonst nicht in Achterbahnen aber blind und im Dunkeln konnte ich nicht anders. Und die anderen fanden das wohl ziemlich lustig.
Lustig sein ist wohl offensichtlich unser Ding. Wir verpassten zwar das Project Pitchfork Konzert, weil die Halle voll war, aber kann man den Facebook Einträgen Glauben schenken, hatte @_Der_Doctor_ wohl trotzdem seinen Spaß ;D
Nun so schafften wir es, dass wir bereits zwei Tage auf dem Festival waren und noch kein einziges Konzert sahen. Dafür gingen wir dann später im Kohlrabizirkus in die Vollen, als wir fünf Konzerte am Stück sahen. Mein Highlight war allerdings Welle: Erdball. Die haben einfach irre Spaß auf der Bühne und das reißt einen mit (wenn man nicht gerade irre Steißbeinschmerzen wie ich hatte, aber im Kopf ging ich ziemlich ab!). Es war irgendwie ein ganz toller Anblick mit dem passenden Feeling dazu, als riesige Luftballons bei „Schweben, Fliegen, Fallen“ durchs Publikum flogen. Toller Song btw.

Viel Zeit verbrachten wir auch wieder im Heidnischen Dorf, dem Mittelalterdörfchen, ein Teil des Festivals. Wir aßen Spiralkartoffeln am Spieß und es war äußerst lecker. Fotos dazu findet ihr auf meinem Instagram-Account. Und ich trank viel Federweißer, den einzigen Alkohol, den ich bisher wirklich gern mag und mich wunderte es, aber auch nach einer ganzen Flasche war ich nicht mal angedüdelt. Ich trinke echt nur einmal im Jahr Alkohol, also müsste da eigentlich mehr kommen. Vielleicht hat man mir doch nur Limo gegeben? Egal, war lecker.
Ich könnte mich auf dem ganzen Festival dumm und dämlich shoppen, aber die meiste Zeit verbringen wir beim Shoppen damit, ob es das online günstiger gibt und kaufen den Kram dann online. Außer die Nemunekos, die mussten wir einfach haben! Kätz-Chen!

Wahnsinnig spannend fand ich auch den Vortrag von Lydia Benecke. Ich werde mir definitiv Bücher von ihr kaufen. Es ging um satanische Ritualmorde und wie die Medien den Kram darstellen, weil es solche Dinge ja schlichtweg nicht gibt. War super spannend. Sie hätte ruhig noch drei Stunden darüber reden können. Sollte sie mal mit einem Vortrag zu uns in die Nähe kommen, werde ich auf jeden Fall hingehen. Ich kann die Dame nur empfehlen, interessant, intelligent und sympathisch.

Ein ganz herzliches Dankeschön auch an die lieben Twitterleute @_Der_Doctor_, @Shadowelf und @Toxicdemon – es war eine tolle Zeit mit euch!

Und natürlich ganz herzlichen Dank für die tollen Konzerte von

Welle:Erdball – Agonoize – Solar Fake – Aesthetic Perfection – Legend – Pride and Fall – Mesh – Velvet Acid Christ – Fuchsteufelswild und alle DJs in den Discos!

Ich hoffe das war der letzte Ausraster, was diesen Blog betrifft. Aufmerksame Twitter Follower haben es ja mitbekommen: Mein Blog ging jetzt über einen Monat nicht. Und das ist übrigens schon der zweite Beitrag dazu, aber dazu kommen wir später.
Mein Hoster hat mich kontaktiert, da es mein Webpaket, welches mich im Jahr nicht mal 6 Euro kostete, nicht mehr geben wird. Er bot mir an, dass ich in das nächst kleinste Webpaket wechsle. Kostet mehr, bekomme aber auch mehr. So viel Speicher, dass ich nicht mehr alles auf Photobucket auslagern muss. Und andere technische Geschichten, von denen ich keine Ahnung hab, aber ich habe sie.

Das ist natürlich mit einem Serverumzug verbunden, aber man teilte mir mit, das ginge alle automatisch und easy und bis auf ein paar Passwörter ändern, müsste ich nichts machen. Ja, am Arsch. Es funktionierte NIX. Ich habe also WordPress komplett neu installiert, doch so waren natürlich alle meine Beiträge weg. Waren ja nur 7 Jahre Erinnerungen…
Natürlich habe ich Backups von der Datenbank gemacht, doch jedes Mal, wenn ich das Backup aufspielte, konnte WordPress nicht mehr auf die Datenbank zugreifen. Ich schrieb also den Support an, doch der meldete sich nicht. Ich habe viele Möglichkeiten probiert, doch mein Fachwissen ist auch eher begrenzt und ich wusste nicht weiter.

Dann schlug WordPress mir vor, ich könne WordPress Importer benutzen, ein Plugin, welches alle Beiträge, Kommentare, Tags etc. aus einer XML-Datei importiert. Super dachte ich, denn klug wie ich bin, hatte ich auch ein Backup als XML-Datei. Doch gab es eine Uploadgrenze von 2MB. Zu dumm, dass das Backup aber über 5MB groß ist. Ich schrieb also den Support an, man sollte mir bitte die Uploadgrenze vergrößern, denn immerhin stand im der Webpaket-Beschreibung, ich könne die php.ini Einstellungen selbst vornehmen, bzw. zumindest entscheiden, was für mich die besten Einstellungen sind. Doch wie erwähnt, der Support meldete sich nicht.

Ich fand mich schon mit dem Gedanken ab, die ganze Kacke einfach zu löschen. Sonderlich aktiv ist der Blog eh nicht mehr, wäre also nicht allzu schlimm gewesen, auch wenn schon ein wenig Wehrmut dabei gewesen wäre, denn immerhin blogge ich schon seit knapp 10 Jahren und green-finch.de ansich existiert nun auch schon seit 7 Jahren. Ich fuhr also erstmal aufs WGT und wollte mich dann um die Kündigung kümmern. Und siehe da, einen Tag nach dem Festival hatte ich plötzlich eine Email vom Support. Nach 3,5 Wochen.
In dieser schrieben sie, dass ihnen aufgefallen sei, dass mein Anliegen noch nicht bearbeitet wurde. ACH NE. Jedenfalls haben sie meine Uploadgrenze erhöht und sich dann noch ein wenig selbst gelobt, wie toll sie mir jetzt geholfen haben. Kurz und knapp, der Support ist eher bescheiden. Nett ausgedrückt.

Also setzte ich mich heute an den PC und mit der gewonnenen Uploadgrenze das Backup aufzuspielen und siehe da, es funktionierte! Die Filme-Liste ist zwar unwideruflich weg, aber was solls. Ich fange jetzt sicher keine neue an. Ein paar Feinheiten muss ich auch noch machen, aber zumindest sind die Einträge gerettet. Zunächst! Denn dann habe ich über das User-Interface Plesk, über das meine Homepage läuft, mein WordPress Passwort geändert, weil sich das generierte kein Schwein merken kann und auf einmal, zack, Datenbankverbindung fehlgeschlagen. Ich habe wirklich absolut keine Ahnung, wie das überhaupt möglich ist, aber ich bekam einen Wutanfall, öffnete das Kündigungsformular, atmete tief durch… und bin erst mal mit dem Hund raus.

Nach einer Stunde im Wald habe ich mich nochmal drangesetzt, die komplette Homepage gelöscht und von vorne begonnen. Jetzt geht es soweit wieder, wie gesagt, bis auf ein paar Kleinigkeiten wie das Instagramplugin, ich bräuchte neue Fotos und eine nicht funktioniernde Seite. Aber klar ist,
ich fass hier nix mehr an!

Willkommen in Lemmingville.

28. Januar 2016

Hi!
Diejenigen von euch, dir mir auch auf Twitter und Instagram folgen, wissen es zwar eh schon, aber ich will ja meinen Blog wieder in Gang bringen und da gehört natürlich dazu, dass ich euch meine neuen Familienmitglieder zeige.

Die Kollegin interessiert sich sehr für etwas exotischere Nager. Eigentlich interessiert sie sich für ALLE Tiere, sie hat einfach jedes Haustier. Von der Ziege bis zur Vogelspinne ist alles dabei. Nun war sie auf einer Messe, wollte sich eigentlich Knirpsmäuse zulegen und kam Heim – mit Lemmingen! Der Messeheini hat falsch sortiert und schon hatte meine Kollegin einen Haufen wuselnder Lemminge. Einige davon gab sie bereits der anderen Kollegin, die sie ihrer Schlange verfütterte. Dann fragte sie mich, ob ich welche haben möchte, weil sie sie eigentlich ungern nur als Schlangenfutter hergeben wollte.

Ich überlegte ein paar Tage und als mein Freund mir anbot mir die Lemminggrundausstattung zu Weihnachten zu schenken entschied ich mich und holte mir vier Lemmingmädchen ins Haus. Das Beste ist, sie sind zwar ängstlich und vorsichtig, aber doch recht zahm. Wenn man sie einmal hat, beißen sie nicht. Denn ich hatte in der Vergangenheit nur noch aggressive Hamster, die ich auch nicht zahm bekommen hab. Am Besten hole ich mir das nächste Mal alle meine Haustiere von der Kollegin, die hat da einfach ein Händchen für.

Jetzt ist die Geschlechterverteilung in meinem Haushalt auch wieder ausgeglichen. Vorher war ich das einzige Mädchen, gegen alle meine Männer, Mann, Hund, Kater und zwei Schlangen. Jetzt sind wir 5:5! Außerdem hat es noch einen netten Nebeneffekt. In der Berufsschule tat ich mich mit Futtermittelkunde schwer. Was daran liegt, dass man an sich ja eh immer dasselbe verfüttert, also ganz egal, wie alles andere heißt. Ich tu mich einfach schwer, mir Sachen zu merken, die ich nicht jeden Tag in der Hand habe. Momentan habe ich aber Spaß daran herauszufinden, was die Lemminge mögen und was nicht und da man theoretisch all ihr Grünfutter von der Wiese sammeln kann, hab ich schon einige Gräser gelernt und konnte sie mir sogar merken. Aber das ist glaub ich normal, auf der Arbeit kann ich den Kunden auch viel besser über die Haltung von Kaninchen aufklären als zum Beispiel Zebrafinken.

Es war allerdings verdammt schwierig für mich, ein geeignetes Gehege zu finden. Hätte ich niemals gedacht. Normalerweise nimmt man ein Aquarium, weil man das hoch einstreuen kann, da die Lemminge Tunnel graben. Aber die Belüftung ist quasi nicht vorhanden, die sitzen da unten in ihren eigenen Ammoniakgasen und vergiften sich langsam selbst. Ich habe da mal schlechte Erfahrungen mit meinen Gerbils gemacht. Gewöhnliche Terrarien hingegen kann man nicht hochgenug einstreuen. Dann fand ich das perfekte Terrarium. Die Terrarien von Aqulantis haben einen richtig schön hohen Frontsteg, sodass man hoch einstreuen kann und sind auch nicht sonderlich viel teurer als andere Vollglas-Terrarien. Aber in Deutschland gibt es von der Marke nur ein geringes Angebot und wirklich jedes Angebot war inkl. dem passenden Unterschrank. Aber ich sehe nicht ein nochmal 150€ mehr zu bezahlen, für einen Schrank, den ich nicht haben will.

Letztendlich habe ich mich dann für ein ExoTerra entschieden. Die sind zwar eigentlich auf Reptilien zugeschnitten aber nach ein paar Recherchen entschied ich mich, dass es auch geeignet ist. Auch die ExoTerras haben einen hohen Frontsteg und haben eine wunderbare Belüftung. Den Deckel aus dem dünnen Drahtgeflecht könnten Nager zwar locker durchknabbern, aber so hoch kommen sie ja gar nicht. Ich bin sehr zufrieden mit dem ExoTerra, weil es wirklich gut durchdacht ist. Allerdings ist es glaube ich dennoch nicht seinen hohen Preis werd. Die Verarbeitung ist schon recht schlampig. Mit Silikon hätte selbst ich besser arbeiten können und an einigen Stellen stehen Plastikfetzen ab. Ich habe für über 200€ zumindest eine saubere Verarbeitung erwartet. Aber egal, die Lemminge fühlen sich wohl darin. Allerdings habe ich eine Sache nicht bedacht. Der dicke Kater ist natürlich oben auf dem Deckel rumgelatscht und irgendwann, als er sein ganzes Gewicht auf das eine Drahtfenster stützte, riss es ein. Jetzt habe ich aktuell einen dicken Pappdeckel (in dem war das Terrarium eingepackt) draufgelegt, damit die Katze nicht in Versuchung kommt da mal reinzuspringen. Wir müssen die Tage zum Baumarkt und nach einem stabileren Ersatz schauen. Wir haben da schon eine Idee.