Diesmal bei Spontis.de gibt es wieder ein Thema, bei dem ich mitreden kann. Konzerte! Und ehrlich gesagt, habe ich keine Ahnung, über welches Konzert ich reden soll, denn eigentlich sind doch fast alle Live-Erlebnisse wunderbar. Deshalb habe ich mir gedacht: Ich rede über alles!

Das allererste Live-Erlebnis

Mein erstes Konzert besuchte ich mit 8 oder 9 Jahren (oder früher?). Und zwar als Anhängsel meiner Mutter. Die stand nämlich total auf die Schürzenjäger, eine Almdudelrockband aus Österreich. Und in dem Alter hat man eben noch keine Ahnung von Musik und hört eben, was Mama gefällt. Aber irgendwie war es eine schöne Zeit, denn es gab in der ersten Reihe extra eine Abteilung für Kinder, also habe ich meine ersten Konzerte grundsätzlich in der ersten Reihe erlebt. Und hey! Ich kann ein paar der Texte immer noch! Peinlich :D

Das erste Live-Erlebnis, was wirklich super war

Das war wohl eindeutig mein erstes Ärzte Konzert. Gut, die Ärzte sind jetzt nicht gerade der Inbegriff des Gothics, Metal oder sonstiger “dunkler” Musik. Aber sie sind und bleiben meine Lieblingsband, auch wenn ich sie deutlich seltener höre (eigentlich fast gar nicht mehr), aber irgendwie sind es doch meine Jungs und ich liebe diese Kerle einfach. Wird Zeit für ein neues Album, dann hör ich euch auch wieder!
Das Konzert erlebte ich mit jugendlicher Vorfreude, mit zarten 17 Jahren und mordsmäßiger Euphorie. Schon in Frankfurt überkam mich eine Ehrfürchtigkeit, weil ich gerade in der selben Stadt war, wie meine Helden. Das war schon ein ganz besonderes Gefühl, was ich danach eigentlich nicht mehr hatte, denn leider war dann die Pubertät vorbei und so richtig ehrfürchtig bin ich vor keinem meiner Lieblingsmenschen. Es sei denn, sie stehen in meinem Zimmer. Dann würde ich wahrscheinlich auch stottern, zittern und schwitzen. Aber ich hätte nichts dagegen.

Das erste Live-Erlebnis mit Körperkontakt

Das Konzert von Oomph! war ebenfalls großartig. Außerdem fand es in einem kleinen Saal statt, sodass alles ohnehin irgendwie familiärer wirkte, als in einer großen Halle. Körperkontakt? Ja! Denn Dero machte Stagediving und ich tatsche seinen verschwitzten Arm an. Außerdem stürzte er fast ab, weil wo er hinsprang, standen nur drei Mädels und die waren klein. Er fiel fast runter, genau vor meinen Augen. Seine Augen hättet ihr sehen müssen! Blanke Panik, aber lustig. Außerdem trank er auf der Bühne Wasser, dass er dann noch ins Publikum spuckte. Also habe ich zwei verschiedene Körperflüssigkeiten von ihm abbekommen. Allein dadurch, ein unvergessliches Konzert.

Das Live-Erlebnis mit dem besten geschossenen Foto

Okay, hier schummle ich. Denn ein super Foto auf einem Gig hinzubekommen, wo man den Sänger kennt, ist eben nicht allzu schwer. Ich saß während des Konzertes ohnehin die ganze Zeit auf dem Bühnenrand, sodass ich ihm jederzeit hätte ans Bein grabschen können. Und um ehrlich zu sein, ich glaube Rody kannte ohnehin jeden, außer die Mitbringsel seiner Freunde auf dem Konzert, er hatte eben alle eingeladen. Es war ein bisschen unkoordiniert, Rody war ziemlich aufgeregt, aber allein dadurch war auch dies ein wirklich schönes Live-Erlebnis, da es auch sein allererstes gegebenes Konzert war. Mittlerweile hat er auch hier und da ein paar Auftritte, sogar aufs KOMMZ-Festival hat er es geschafft. Bin mal gespannt, wo das hinführt.

Das Live-Erlebnis mit Bandkontakt


Datarock und ich. Coole Jungs.

Und sonst so?

Die meisten Konzerte, die ich besucht habe, sind eher zufällig gewesen. Entweder war ich irgendwo, wo eine Band gespielt hat oder ich bin einfach mal bei Freunden mitgegangen. Zum Beispiel kam ich so auf The Kooks, die ich zwischendurch ganz gern höre. Die Bands, die ich selbst gern höre, spielten, seit ich sie hörte, nicht in der Nähe, ich hatte keine Zeit oder niemanden, der mitgeht und alleine auf ein Konzert ist nicht so mein Ding. Mein Konzerte-Timing ist mies. Aber es stehen noch so einige Leute auf der Liste, deren Konzerte ich unbedingt besuchen muss, wie In Extremo, Subway to Sally, Samsas Traum, MSI… Habt ihr gehört? Ich komme!

3 Kommentare bei “Gothic Friday Juni – Mein schönstes Live-Erlebnis”

  1. Leeri sagt:

    Wie du Recht hast…Live-Erlebnisse sind alle tol x3
    Geeenau, das denke ic mir auch immer bei den ganzen Mode- und Schminkeblogs…nur Pberflächliches im Kopf! Ja, ich meine ich habe einen recht speziellen Kleidungsstil und interessieren mich die ganzen Pastell-Blümchen-Tussi-Outfits nicht….genau das xD
    Liebe Grüße :)

    AntwortenAntworten
  2. shan_dark sagt:

    Schön geschrieben, liest sich super und Du hast irgendwo auch recht, dass prinzipiell Live-Erlebnisse immer toll sind. Sehe ich auch so.

    Lustig, wie Du Dich von den Schürzenjägern hin zu Datarock (Neid!) und bald vllt. In Extremo entwickelt hast ;o)… Oomph hab ich auch schon live erlebt aber musste ihm zum Glück nicht beim Stagediving helfen. Ich mag nicht so gern verschwitzte Körper, auch wenn sie von einem Star sind.

    Aber Ärzte, aaaah, da hab ich auch mein bislang tanzintensivstes Konzert gehabt. Die sind 2000 in Mannheim aufgetreten und ich hab 2h durchgetanzt. Haben alle “meine” Lieblingslieder gespielt (sogar den lustigen Astronauten, den ich live noch nciht so oft von ihnen gehört habe) und es war soooo toll, dass ich der Meinung bin, kein weiteres Konzi von den “Lieblingsjungs” (schön, wie du das geschrieben hast!) wird dieses je toppen können. Deshalb war das auch mein letztes Ärzte-Konzert > so behalte ich sie in allerbester Live-Erinnerung.

    AntwortenAntworten
  3. Gothic Friday Juni - Resümee sagt:

    [...] Green Finch gelingt ein ganz beson­de­rer Bei­trag, denn sie hat gleich 5 unver­gess­li­che Live-Erlebnisse unver­gleich­lich zusam­men­ge­stellt: Das aller­erste Live-Erlebnis über­haupt, das erste, was wirk­lich super war, das erste Live-Erlebnis mit Kör­per­kon­takt, das mit dem bes­ten geschos­se­nen Foto und last but not least das Live-Erlebnis mit Band­kon­takt. Ihr Super-Konzerterlebnis waren Die Ärzte: »Das Kon­zert erlebte ich mit jugend­li­cher Vor­freude, mit zar­ten 17 Jah­ren und mords­mä­ßi­ger Eupho­rie. Schon in Frank­furt über­kam mich eine Ehr­fürch­tig­keit, weil ich gerade in der sel­ben Stadt war, wie meine Hel­den. Das war schon ein ganz beson­de­res Gefühl, was ich danach eigent­lich nicht mehr hatte, denn lei­der war dann die Puber­tät vor­bei und so rich­tig ehr­fürch­tig bin ich vor kei­nem mei­ner Lieb­lings­men­schen. Es sei denn, sie ste­hen in mei­nem Zim­mer. Dann würde ich wahr­schein­lich auch stot­tern, zit­tern und schwit­zen. Aber ich hätte nichts dage­gen.« [...]

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