Irgendwie ist es mir peinlich, dass ich meinen Gothic Friday Beitrag sogut wie nie wirklich an einem Freitag gepostet habe. So auch diesmal nicht, aber Freitags habe ich fast nie Zeit zu Bloggen. Oder Lust, weil ich dann endlich dem Wochenende entgegensehe.
Das diesmalige Thema nennt sich wieder Top of the Goth, nur geht es diesmal nicht wie damals um Filme, sondern um Bücher. Und da ich nicht nur gucken, sondern auch lesen kann, mache ich mit, insbesondere, wo ich beim letzten Gothic Friday ausgesetzt habe. Es ging um Symbole und mein “Symbol”, bzw. ein Motiv, was für mich eine Bedeutung haben wird noch gar nicht als Zeichnung umgesetzt wurde. Das möchte ich mir nämlich tätowieren lassen, aber bisher kam ich noch nicht dazu. Aber zurück zum Gothic Friday: Bücher!
Ich präsentiere euch meine Top 5 der bitterbösesten Bücher, die ich las und liebte!

Cthulhu – Geistergeschichten

Ich gebe zu, das Necronomicon habe ich noch nicht gelesen. Aber ich fange hier mal mit meinem ersten H.P. Lovecraft Buch an. Es stand Cthulhu drauf, war aber leider nicht viel Cthulhu drin. Nur die letzte Story hatte mit dem großen Alten zu tun. Dennoch finde ich das Buch sehr gelungen, denn abends geht einem schon ein gewisser Schauer über den Rücken, wenn man die Kurzgeschichten dort drin liest. Der Klassiker: Pickman’s Modell, was mir bisher auch die liebste Story war. Empfehle ich jeden, der kurzzeitigen Horror mag und viel Phantasie hat, damit man auch wirklich ein wenig schaudert über Pickman und seine unausprechlichen Gemälde. Wenn ich jedoch mal wieder die Muße habe, ein dickes Buch zu lesen, werde ich mich auch sicher ans Necronomicon setzen. Denn eins ist klar, ein Lovecraft geht nicht so butterleicht, wie beispielsweise ein Harry Potter. Dafür ist der Schreibstil auch viel angenehmer als ein Tolkien.

The Shining

Der Klassiker: The Shining! Bisher noch immer mein Lieblingswerk von Stephen King und – ich ducke mich vorzeitig – eines der wenigen alten King Bücher, die mir zusagen. Denn bei King gefiel mir bisher eher das neuere. Ich müsste glaub ich mal wieder einen lesen. Jedenfalls wie gesagt, The Shining ist eines meiner Lieblingsbücher, denn selten war man so hautnah dabei, wie jemand den Verstand verliert. Üblich ist es ja, dass irgendeine unschuldige Familie von irgendeinem Bekloppten umgebracht wird. Doch hier ist man von Anfang an dabei, wie derjenige verrückt wird! Und Jack Torrance‘ Gedankengänge sind einmalig. Wie er anfangs noch von seinen eigenen plötzlichen brutalen Eingebungen erschrocken ist, ihm aber die Vorstellung, seine eigene Familie zu ermorden immer angenehmer wird. Seine Halluzinationen, wie sie sich häufen und die irgendwie skurril und witzig zugleich sind. Selten las ich ein Buch, bei dem ich richtig Schiss bekam. War Jack Torrance einfach nur verrückt? Oder war das Hotel doch verflucht und von einer bösartigen Macht besessen? Und warum kam im unglaublich schlechtem Film Blut aus dem Fahrstuhl geschwemmt?
All work and no play makes Jack a dull boy.

Der Fürst der Finsternis

Der unglaublich eklige und klischeebehaftete deutsche Titel “Der Fürst der Finsternis” würde mit dem englischen Titel deutlich aussagekräftiger sein: “Der Vampir Lestat”. Denn um den berühmten Blondling und Blutsauger Lestat handelt dieses Buch, aus der Chronik der Vampire von der verdammt großartigen Anne Rice, die mittlerweile leider nicht mehr so großartig schreibt. Lestat, der Namensgeber meines Katers, war für mich seit Anbeginn der Zeit sowas wie der Vorzeige-Vampir. Schön, mächtig, brutal, verletztlich und hin- und hergerissen zwischen dem Lieben und Hassen seines Vampirdaseins, doch immer wieder zum Vampir tendierend. Nicht wie Twilight, der vielleicht gerade mal einen guten Teenie-Liebesfilm abgibt, aber sicher keinen Vampirfilm!
In “Der Fürst der Finsternis” erfährt man alles über Lestat, sein voheriges Leben als Mensch, seine erste Liebe und das Erschaffen werden. Dieses Buch hatte ich ruckzuck durch, denn selten fand ich einen Charakter so interessant wie Lestat. Wer also einen Vampirroman lesen will, in dem es nicht über die Schwierigkeiten der Liebe zwischen Mensch und Vampir geht, sollte dringend dieses Buch zur Hand nehmen. Aber bei den Vampir-Chroniken ist Vorsicht geboten! Die Buchreihe wurde leider immer schlechter und ich habe sie bis heute nicht ganz durchgelesen, weil spätestens seit Memnoch der Teufel dachte ich, die Frau Rice hat jetzt komplett den Verstand verloren. Und wer ist eigentlich das Mädchen auf dem Buchcover?

The Darkness

Ist ja wohl logisch, dass ihr bei einer solchen Auflistung nicht um einen Comic herumkommt. Ich spreche von The Darkness, das den meisten von euch wohl eher als Videospiel bekannt ist. Als kurze Inhaltsangabe ist zu sagen, dass Jackie Estacado (mein Nickname-Pate) eine uralte Macht beherbergt, die sogenannte Finsternis, mit der er aus Dunkelheit formen kann, was er will. Unter anderem Waffen oder Kreaturen, die ihm dienen. Praktisch, wenn man ein Auftragskiller bei der Mafia ist. Natürlich gibt es auch einige übliche Probleme, wie Frauen oder Mafiaheinis, die ihm an den Kragen wollen oder die Angelus, sozusagen das Gegenteil der Finsternis. Der Comic ist dramatisch, brutal und gepaart mit einer guten Portion Humor, gehört er zu einer meiner liebsten Comicreihe. In verschiedenen Crossovern machte er sogar schon Bekanntschaft mit Batman und Wolverine.

Johnny the Homicidal Maniac

Okay, okay, okay. Für Johnny, dem wahnsinnigen Massenmörder muss man schon eine gewaltige Portion tiefschwarzen Humor mit sich bringen und vielleicht sogar eine gute Prise Misanthropie. Der Schöpfer von Invader Zim hat bei diesem Werk einige negative Gedanken rausgelassen. Der recht einfache, krakelige Zeichenstil, den ich übrigens super finde, passt eigentlich gar nicht so recht zu den doch sehr gesellschaftskritischen Themen. Ich bin mir ehrlich gesagt nichtmal sicher, ob jedem diese Kritiken auffallen, da der Fokus doch sehr auf Splatter und schwarzen Humor gelegt wird. Ich würde “JTHM” als kleinen Geheimtipp bezeichnen, allerdings nur für Leute, die sowas wirklich mögen. Ich habe diesen Comic schon mal jemanden ausgeliehen, die nach der ersten Seite aufgehört hat zu lesen. Wie gesagt, man braucht schon einen speziellen Humor für dieses Werk.

4 Kommentare bei “Gothic Friday August – Top of the Goth (2)”

  1. maloney8032 sagt:

    Jonen Vasquez macht ja generell geniales Zeugs.

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  2. Anne sagt:

    ‘Der Fürst der Finsternis’ hab ich auch gelesen, das fand ich cool (wesentlich besser als Gespräch mit dem Vampir!).
    ‘Shining’ habe ich mir jetzt gekauft, aber noch nicht gelesen.

    AntwortenAntworten
  3. Gothic Friday August - Resümee sagt:

    [...] Celina ist böse. Jeden­falls fin­det sie ihre Buch­aus­wahl bit­ter­böse. Und in der Tat ist die Palette der vor­ge­stell­ten Werke sehr »schwarz« und ent­spre­chen am ehes­ten dem, was man von einem Gothic erwar­ten dürfte: »Für Johnny, dem wahn­sin­ni­gen Mas­sen­mör­der muss man schon eine gewal­tige Por­tion tief­schwar­zen Humor mit sich brin­gen und viel­leicht sogar eine gute Prise Mis­an­thro­pie. Der Schöp­fer von Inva­der Zim hat bei die­sem Werk einige nega­tive Gedan­ken raus­ge­las­sen.« Obwohl Humor ja nicht unbe­dingt zur Erwar­tungs­hal­tung gehört. [...]

  4. Shanti sagt:

    ” The Shining ” ist wirklich klasse! Ich fand aber dass das eigentlich Gruselige ( kann man das so schreiben ?) Dannys Wahrnehmung von Jacks Veränderungen war .Wenn er versucht seine Gedanken zu lesen und die Stimme ihn aufhält oder er sieht das sein Vater wieder mit dem Gedanken spielt ” das Schlimme ” zu tun . Das Buch ist wirklich ganz große Klasse (auch wenn ich danach nächtelang nicht schlafen konnte )

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