Es ist mal wieder soweit, auf Spontis wurde ein neues Thema für den Gothic Friday vorgestellt. Und man muss diesmal wirklich seine Zahnräder in Bewegung setzen und in sich gehen. Gothic als Lebensstil. Puh!
Das erste, was Robert in seinem dazugehörigen Artikel erklärt, ist der Unterschied zwischen Lebenseinstellung und -stil. Allein das ist schon nicht ganz einfach. Und ich habe mir gedacht, bevor ich jetzt mit etlichen Notizen einen schulischen Aufsatz tippe, schreibe ich einfach drauflos, das klappte bisher bei mir immer am Besten, wenn es um solche Themen ging, auch wenn es dann doch manchmal wirr klang ;)

Die Frage, die sich mir stellt, ist dabei, ob ich selbst Gothic bin. Und allein das finde ich schon schwer. Es fühlt sich an wie ein Urteil über einen Menschen und ich urteile nicht gerne über mich selbst. Und was macht einen Gothic aus, ab wann ist man goth genug, um goth zu sein? Diese Grenzen verschwimmen zu stark, als dass ich das beantworten könnte. Fakt ist nur, dass allein die Musik und Kleidung sicher nicht reichen.
Was für eine Lebenseinstellung hat ein Gruftie also? Das Klischee des ausgelebten Weltschmerzes ist ja schon viel zu alt, um das nochmal zu benennen, also was ist es nun? Natürlich haben die eigenen Interessen viel damit zu tun. Man interessiert sich für andere Filme, Literatur etc. als andere, Nicht-Gruftis.

Aber ich glaube, ein großer Teil davon macht der eigene Sinn für Ästhetik aus. Was gefällt einem, was anderen nicht gefällt? Ich mag zum Beispiel kahle Bäume. Ich finde sie wunderschön, die Verzweigungen, die Silhouette… wo doch die meisten lieber einen grünen, vollblättrigen Baum im Garten stehen haben. Doch zur Unterscheidung von Lebensstil und -einstellung… ein anderer Lebensstil ist Gothic auf keinen Fall. Denn auch Gothics stehen auf, gehen zur Arbeit und essen zu Mittag und machen das, was andere auch machen. Eine Lebenseinstellung schon eher, wobei mir das auch irgendwie wieder zu schwammig ist. Was ist denn die Einstellung eines Gothics? Ganz ehrlich, ich weiß es nicht bzw. fällt es mir schwer das in Worte zu fassen.

Aber im Grunde kann ich sagen: Man sollte sich darüber keine allzu großen Gedanken machen. Man sollte leben, wie man leben möchte, anziehen, was man anziehen möchte und eben tun, was man tun möchte, auch wenn es mal interessant ist zu hören, wie andere das sehen. Und ob das nun aufschlussreich war oder nicht, soll jeder selbst wissen ;)

5 Kommentare bei “Gothic Friday September – Ist Gothic (D)ein Lebensstil?”

  1. Leeri sagt:

    Ein schöner Eintrag, und ich mag mich auch nicht so festlegen…

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  2. Celina sagt:

    @Leeri: Es ist ja schon schlimm genug, wenn andere einen in eine Schublade stecken, dann mach ich das doch nicht selbst auch noch^^

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  3. stoffel sagt:

    Da hast Du absolut Recht … man sollte immer sein Leben leben, egal ob schwarz oder bunt … und wirr fand ich Deinen Beitrag ganz und garnicht :)

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  4. Melle Noire sagt:

    Huhu!

    Ich finde Deinen Beitrag auch
    nicht wirr! Schön geschrieben!

    Melle

    AntwortenAntworten
  5. Gothic Friday September - Resümee sagt:

    [...] Einen ver­nei­nen das, wie z.B. Celina und begrün­den „auch Gothics ste­hen auf, gehen zur Arbeit und essen zu Mit­tag und machen [...]

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