Januar 1st, 2012

Ach, 2011, du warst gar nicht so schlecht. Ich habe meine Ausbildung angefangen und bin immer noch total happy damit. Habe viele neue Leute kennengelernt und ein paar neue Freunde gefunden. Und ich bin jetzt mobil, worüber ich immer noch nicht gebloggt habe.
Mein Sylvester (ich schreib das schon aus Protest nicht mit “i”!) war echt nett. Ich mag keine Saufgelage und Rumgeböller, also machten wir einen ruhigen Abend. Nur die zwei Herren mussten böllern, was aber wohl in der männlichen Natur liegt. Ich trank Kindersekt, es gab Sushi (wovon ich halt nichts aß, da ich kein Sushi mag), Caro bekam ihr Weihnachtsgeschenk und in Myriam hatte ich eine Mitstreiterin im “Vor Böllern verstecken” gefunden. Denn tatsächlich, so eine Böllerkiste kippte um und die Dinger schossen überall rum. Ein Glück, dass ich im Hausflur stand. Und beim Bleigießen hatte ich eine Samara aus The Ring, die auf einem Surfbrett headbangte, nur leider gab es dafür keine Interpretation für 2012.
Juli 31st, 2011

Tatsächlich, heute hatte ich meinen letzen Tag in meinem Minijob bei einem Café/Bäckerei/Restaurant. Ja, alles auf einmal. Und ich habe gespült. Ja, ich war die Meisterin im Spülen!
Über zwei Jahre war ich jetzt dort, habe mir mein Taschengeld verdient, neben dem Abi. Und auch das Jahr, in dem ich keine Ausbildung fand, nutzte ich stattdessen, um dort zu arbeiten. Werktags hatten meine Freunde ja eh keine Zeit, weil sie arbeiteten oder Schule hatten, warum also nur zu Hause rumgammeln und nichts tun?
Von manchen konnte ich mich gar nicht wirklich verabschieden, weil die andere Schichten arbeiteten und ich sie sowieso länger nicht gesehen habe. Aber letzte Woche verabschiedete ich mich schon von der Caro und heute war Christine dran, die sich was total Liebes ausgedacht hatte. Wenn ich bei Gerührtheit heulen könnte, hätte ich es getan!
Sie schrieb mir ein Gedicht und alle meine kleinen Geschenkchen kamen irgendwie drin vor. Sogar der Stoffbeutel, in dem die Sachen waren! Nun habe ich Schokolade, Anti-Stress-Tee, eine Katzenzeitschrift, eine Karte mit berühmten Zitaten über Tiere und das Gedicht selbst in Schriftform. Soviel Mühe…für mich! ♥
Ach, ich werde die Zeit dort vermissen. Rumblödeln, Caro, Julia und Jasmin beleidigen, andere Kolleginnen nicht beleidigen, mit Besteck Wolverine spielen, mit Deckel und Messer Zelda spielen, mich über blöde Kunden aufregen und den Häcksler! Essensreste rein und ab die Post! Im Ernst, das machte Spaß. Und oft kamen die Gedanken auf, Menschen, die einen geärgert haben, zu zerstückeln und mafiamäßig in diesem Häcksler zu entsorgen. Vorschläge, die man den Kolleginnen machte. Aber nur eine war von der Idee begeistert. Vielleicht weil sie in dem Moment sich sowieso über jemanden aufregte?
Nunja, die Zeit ist vorbei und ich habe viele liebe Menschen kennengelernt. Ich vermisse die Leute jetzt schon!