Ace Attorney – Phoenix Wright
Freitag 3. September 2010

Ich habe es endlich geschafft, ich habe die ersten drei Teile von Ace Attorney für den Nintendo DS durchgespielt und bin total von der Rolle, weil mich diese Spiele positiv überrrascht haben. Ganz klar, sonst hätte ich nicht alle drei gespielt.
In der Ace Attorney Reihe geht es um den aufstrebenden Strafverteidiger Phoenix Wright. In Gameboy Advance Grafik, die ja sozusagen schon Retro ist, muss man nun in die Rolle von “Nick“, Phoenix’ Kosenamen, schlüpfen und seine unschuldigen Mandanten vor dem Schuldspruch retten.
Klingt langweilig? Dachte ich auch zuerst.
Doch das Spiel verlangt viel Denkerei von einem ab. In den Verhandlungen muss man immer seine Gerichtsakte und somit seine Beweise im Auge behalten. Jedes kleinste Detail kann wichtig sein, denn in den Aussagen deiner Zeugen befinden sich immer Widersprüche, die aufgedeckt werden müssen. Schließlich geht es um das Leben deiner unschuldigen Mandanten. Man muss Beweise an den richtigen Stellen präsentieren, um die Wahrheit aufzudecken.
Doch das ist nicht so leicht, denn dein Gegner ist die Staatsanwaltschaft, die dir das Leben schwer macht. Dabei tut der Ankläger Miles Edgeworth auch nur seine Pflicht. Er versucht anhand der Beweise ebenfalls die Wahrheit rauszufinden und für jeden Einspruch den du erhebst, findet er Belege, die deine Theorie widerlegen.
Nach vielen Hin und Her “Einspruch“-Rufen kommt schließlich die Wahrheit ans Licht.
Meiner Meinung nach lebt das Spiel von der Tiefe seiner Charaktere. Zwar sind es keine bewegten Bilder der Charaktere und jeder hat nur ein paar wenige Emotionen, jedoch reichen diese völlig aus um sehr viel Spannung und Emotionen aufzubauen. Man möchte oftmals nur noch mehr über die Vergangenheit und Persönlichkeiten der Charaktere erfahren. Hauptsächlich eigentlich über die Anwälte.
Die Episoden enden spannend, unerwartet und mit einer Fülle von Emotionen, so manchmal denkt man nur “Awwwwww!!! und kann so manchmal ein Tränchen im Augenwinkel haben. Und ich möchte betonen, dass alles nur mithilfe von Bildern, Musik und ein paar wenigen Soundeffekten geschieht, denn das Spiel hat keine Sprachausgabe.
Die einzelnen Teile setzen nahtlos aneinander an, also sollte man sie in der richtigen Reihenfolge spielen, sonst wird man so manchmal gespoilert, z.B. was die bewegenen Vergangenheiten der Charaktere betrifft.
Nun versuche ich kurz und spoilerlos die einzelnen Teile zusammenzufassen.
Im ersten Teil der Reihe Phoenix Wright: Ace Attorney lernt man Phoenix kennen und begleitet ihn mit seiner Mentorin Mia Fey durch seinen ersten Fall. In den anderen der insgesamt 5 Episoden trifft man auch auf seinen Erzrivalen, den Staatsanwalt Miles Edgeworth. Nick und Edgeworth scheinen sich jedoch von früher zu kennen und nach einigen Prozessen, kommen wir der Verbindung zwischen den beiden auf die Schliche…
Auch im zweiten Teil Ace Attorney: Justic for All ist es an Phoenix Wright, spannende Fälle zu lösen (außer ein Fall… der hat mich genervt!). Doch unser Erzrival Miles Edgeworth ist verschwunden. Nun treffen wir auf die neue Staatsanwältin Franziska von Karma, die uns mit ihrer Peitsche die Hölle heiß macht. Aus irgendeinem Grund möchte sie sich an Nick rächen und manipuliert den Richter und die Zeugen, mit Peitschenhieben. Auch Nick wird nicht davon verschont. In der Spielanleitung ist übrigens der Vermerk, dass die Verhandlungsweisen im Gericht frei erfunden sind… also ich dachte, es sei normal, seine Zeugen auszupeitschen. Schließlich wird noch unsere Assistentin Maya entführt und auch das Geheimnis des verschwundenen Edgeworths wird gelüftet.
Der dritte Teil und somit auch der letzte, in dem ihr die Rolle als Phoenix Wright übernimmt, nennt sich Ace Attorney: Trials and Tribulations. Ihr dürft aber nicht nur Nick spielen, auch könnt ihr seine ehemalige Mentorin Mia Fey bei ihrem ersten Fall vor Gericht begleiten und wer ist der zu verteidigende Angeklagte? Ein junger und frisch verliebter Kunststudent namens Phoenix Wright.
Zurück in Nick’s Schuhen kommen neue Fälle auf euch zu. Erzrivale im Ausland, wer vertritt ihn? Ein geheimnisvoller maskierte Anwalt, der sich selbst Godot nennt und behauptet aus der Hölle zu kommen. Es gibt wieder 5 spannende Fälle, in denen Stück für Stück das Geheimnis um Godot gelüftet wird und es kommt zu dem meiner Meinung nach dramatischstem Ende der ganzen Spiele. Ich konnte mir ein Tränchen nicht verkneifen.
FAZIT
Die Spiele verlangen logisches Denken, die meisten Lösungen können damit auch leicht erklärt werden, jedoch hängt man manchmal tierisch fest, weil man einfach bestimmte Beweise mit bestimmten Aussagen nicht in Verbindung bringen kann. Ich habe mehr als einmal in eine Komplettlösung schnüffeln müssen, weil ich einfach nicht auf die Lösung kam.
Die Tiefe der Story ist manchmal so dicht, dass man gar keine Lust mehr darauf hat, die Fälle zu lösen. Man will manchmal nur noch wissen, wie es weitergeht und hat kein Bock mehr auf die gefühlte 150. Zeugenaussage der Beteiligten.
Doch insgesamt überwiegen die spannenden und emotionalen Stories, sowie der Spielspaß und es gibt keinen Charakter, den man nicht zumindest ein ganz kleines Bisschen lieben muss.
Für mich ist es eine absolute Kaufempfehlung.
Und auch, wenn mir die Charaktere fehlen werden, werde ich mir Apollo Justice: Ace Attorney wahrscheinlich auch kaufen, denn hier geht es leider nicht mehr um Nick, sondern um den Junganwalt Apollo Justice, der in Nicks Fußstapfen treten will. Oder so ähnlich, ich wollt mich nicht spoilern, sodass ich wenig drüber nachgelesen habe.
Jedenfalls bin ich sicher, dass auch in diesem Teil wieder großartige Charaktere zum Vorschein kommen.

Kategorie Augen auf! | 5 Kommentare »
Apollo Justice: Ace Attorney für den Nintendo DS, auch wenn es wehtut, nicht mehr die großartigen Charaktere aus der gewöhnlichen Ace Attorney Reihe zu spielen, denke ich dennoch, dass auch Apollo Justice ein guter Teil sein wird. Vielleicht gewinnt man die Charaktere dort auch lieb :D Außerdem kommt Ema Skye wieder drin vor und die mochte ich. Edgeworth Fangirly, die Kleine :D Apropos Edgeworth… nächster Wunsch:
Willkommen im Kopfchaos von Celina, 19, Flattermannfreak, Rechtschreibfetisch, manchmal Anti, grauenhafter Musikge- schmack, notorische Alkohol- verweigerin, Erfinderin des einzig wahren James 