Archiv der Kategorie 'Augen auf!'

Gothic Friday September – Ist Gothic (D)ein Lebensstil?

September 4th, 2011

Es ist mal wieder soweit, auf Spontis wurde ein neues Thema für den Gothic Friday vorgestellt. Und man muss diesmal wirklich seine Zahnräder in Bewegung setzen und in sich gehen. Gothic als Lebensstil. Puh!
Das erste, was Robert in seinem dazugehörigen Artikel erklärt, ist der Unterschied zwischen Lebenseinstellung und -stil. Allein das ist schon nicht ganz einfach. Und ich habe mir gedacht, bevor ich jetzt mit etlichen Notizen einen schulischen Aufsatz tippe, schreibe ich einfach drauflos, das klappte bisher bei mir immer am Besten, wenn es um solche Themen ging, auch wenn es dann doch manchmal wirr klang ;)

Die Frage, die sich mir stellt, ist dabei, ob ich selbst Gothic bin. Und allein das finde ich schon schwer. Es fühlt sich an wie ein Urteil über einen Menschen und ich urteile nicht gerne über mich selbst. Und was macht einen Gothic aus, ab wann ist man goth genug, um goth zu sein? Diese Grenzen verschwimmen zu stark, als dass ich das beantworten könnte. Fakt ist nur, dass allein die Musik und Kleidung sicher nicht reichen.
Was für eine Lebenseinstellung hat ein Gruftie also? Das Klischee des ausgelebten Weltschmerzes ist ja schon viel zu alt, um das nochmal zu benennen, also was ist es nun? Natürlich haben die eigenen Interessen viel damit zu tun. Man interessiert sich für andere Filme, Literatur etc. als andere, Nicht-Gruftis.

Aber ich glaube, ein großer Teil davon macht der eigene Sinn für Ästhetik aus. Was gefällt einem, was anderen nicht gefällt? Ich mag zum Beispiel kahle Bäume. Ich finde sie wunderschön, die Verzweigungen, die Silhouette… wo doch die meisten lieber einen grünen, vollblättrigen Baum im Garten stehen haben. Doch zur Unterscheidung von Lebensstil und -einstellung… ein anderer Lebensstil ist Gothic auf keinen Fall. Denn auch Gothics stehen auf, gehen zur Arbeit und essen zu Mittag und machen das, was andere auch machen. Eine Lebenseinstellung schon eher, wobei mir das auch irgendwie wieder zu schwammig ist. Was ist denn die Einstellung eines Gothics? Ganz ehrlich, ich weiß es nicht bzw. fällt es mir schwer das in Worte zu fassen.

Aber im Grunde kann ich sagen: Man sollte sich darüber keine allzu großen Gedanken machen. Man sollte leben, wie man leben möchte, anziehen, was man anziehen möchte und eben tun, was man tun möchte, auch wenn es mal interessant ist zu hören, wie andere das sehen. Und ob das nun aufschlussreich war oder nicht, soll jeder selbst wissen ;)




Resümieren wir mal nach vier Tagen.

August 4th, 2011

Vier Tage Ausbildung bis jetzt. Und ich erzähl euch heute, weil ich morgen eh keine Zeit dazu habe. Jedenfalls…ja Ausbildung. Zur Tierpflegerin im Tierheim. Und bisher bin ich eigentlich zufrieden. Natürlich gibt es Kollegen, die sich besser um einen kümmern, als andere. Und ein Kleiner Nervenzusammenbruch nach Feierabend war auch schon drin. Fehler gemacht, die Nervosität hervor riefen, wodurch man noch mehr Fehler machte und schließlich haute sogar der große und schnappige Schäferhund ab, woraufhin ich “lieber gehen sollte”. Weiß nicht, ob sowas für die Kollegen eine große Sache ist, denn ich gehe davon aus, dass kein Azubi, insbesondere an seinem dritten Tag, alles perfekt macht, aber für mich war das in dem Moment ein Weltuntergang. Heute war aber wieder alles okay und der Kollege, der mich gestern wegschickte war heute eh nicht da. Und wie die Zeit vergeht! Man arbeitet…oh, Frühstück! Dann arbeitet man…oh, Mittagspause! Und irgendwann hat man Feierabend. Und das Beste? Immer noch die Tiere. Zwar bedaure ich es ein wenig, dass ich im ersten Lehrjahr nur bei den Hunden bin, wo ich doch auch Katzen genauso großartig finde, aber die Hunde sind klasse. Habe auch schon einen Liebling. Den leicht zerfetzten Spike. Trotz kurzer Stellen im Fell und tränenden Augen, wegen leichter Hormonstörung, die wohl grad behandelt wird, ein absolut lieber und niedlicher Kerl. Aber da ist sie eben wieder, meine Schwäche für sibirische Huskies. Ich stand im Alter von 5 Jahren schon im Huskyzwinger! Und wo mein Vater unsere Huskies hat einschläfern lassen, ohne uns Bescheid zu sagen, ist Spike irgendwie eine Erinnerung an meine beiden Lieblingshunde, die nun im Hundehimmel sind.
Mir tut zwar alles weh, habe Blasen an den Füßen und meine Haut an den Händen schält sich ab, aber ich bin gespannt auf weitere Aufs und Abs in der Ausbildung. Und irgendwann habe ich auch genug Hornhaut, dass mir nichts mehr wehtut.




Higurashi no Naku Koro ni Kai

Juli 28th, 2011

Handlung
Unsere Geschichte spielt wieder in dem kleinen abgeschiedenen Ort namens Hinamizawa, im Jahre 1983. Doch ist hier nicht, wie man vielleicht erwartet, Keiichi Maebara der Hauptcharakter… Nein! Rika die Schreinwächterin ist diesmal der Mittelpunkt des ganzen Massakers. Aber Rika setzt alles dagegen ein, dass sich die Dinge nicht so zutragen, wie es vorherbestimmt scheint, wobei sie nicht einmal die Grenzen der Zeit aufhalten können.
Es wird viel Licht in die Rätsel des Vorgängers gebracht und hoffentlich auch gesagt, wer der Drahtzieher hinter dem Ganzen ist.
(via anisearch.de)

Meinung
Ich nerv euch mal wieder ein bisschen mit Anime-Kram, denn ich habe die zweite Staffel von Higurashi beendet. Und hier mein Fazit! Anders als die erste Staffel, geht es diesmal um Rika, die Murmeltier-like immer wieder einen bestimmten Zeitraum erleben muss, bevor sie ermordet wird. Klar, dass sie diesen Mord, verhindern möchte, um endlich mal über diesen verfluchten Juli 1983 hinauszukommen. Jedoch muss sie dazu noch erfahren, warum sie denn ermordet wird. Und hier beginnt dann meine Kritik: Das Mystische, Übernatürliche wurde komplett rausgenommen. Keine Dämonen mehr, das einzige Mysterium bleibt die Tatsache, dass Rika diesen Zeitraum immer wieder erlebt. Doch fragt sie sich nicht warum, sondern will einfach nur aus dieser Qual ausbrechen. Und alle Morde und Anfälle von Wahnsinn wurden durch einen Virus, der Menschen in den Wahnsinn treibt, erklärt. Irgendwie fand ich das blöd.
Sie erlebt quasi noch ein paar Male den sich wiederholenden Zeitraum, findet Stück für Stück heraus, was es mit ihrer Ermordung auf sich hat und versucht dann, als sie ihren Gegner findet, ihre Ermordung zu verhindern. Die Fälle waren zwar schon spannend, aber haben irgendwie den Mystery-Charme der ersten Staffel verloren.
Auch die Splatter-Szenen kommen nicht mehr wirklich vor, denn nochmal wahnsinnig wird keiner mehr der Charaktere. Irgendwie insgesamt ein nicht zufriedenstellender Abschluss für die Serie. Schade!
Aber immerhin war der neue Charakter Hanyuu niedlich, obwohl sie zwar als Schlüsselfigur zur Lösung des “Problems” erklärt wurde, aber trotzdem nichts großartig gemacht hat.