Archiv der Kategorie 'Augen auf!'

Praktiken für das Fangen von Katzen.

Juli 24th, 2011

Seit bereits über 12 Jahren bin ich anerkannte Expertin in diesem Bereich. Mehrere Doktortitel erlangte ich durch meine perfekt ausbalancierten Methoden und ebenso darf ich mich über Bewunderung aus aller Welt freuen. Ich rede von der Fähigkeit des Katzenfangens, eine Eigenschaft, die nur sehr wenigen Menschen sp perfekt zuteil wurde, wie mir. Doch heute möchte ich meine über jahre hinweg perfektionierten Methoden mit der Welt teilen, damit auch Sie als Laie sich ihre eigene Katze fangen können.

Katzenklo säubern


Eine Eigenschaft der gemeinen Hauskatze ist die, auf ein gerade frisch gesäubertes Katzenklo zu gehen. Nutzen Sie diese Eigenschaft für sich aus. Die Methode ist einfach und wirkt in 98,76% der Fälle. Nehmen Sie eine Schaufel und säubern sie ein benutztes Katzenklo. Ist es sauber, ist es wichtig, den Beutel auf jeden Fall fest zu verschließen, so dass ein erneuter Versuch, ein Häufchen dort hineinzubefördern, unmöglich ist. Das ist das Stichpunkt für die zu fangende Katze. Sie wird auftauchen und genau jetzt das Katzenklo benutzen. Damit die Katze nichts von Ihrem genialen Plan mitbekommt, sollten sie noch Laute wie “Mann, ich hab das doch gerade erst sauber gemacht, du dummes Vieh!!!” von sich geben, dann wird die Katze keinen Verdacht schöpfen, dass es sich hierbei um einen perfiden Plan handelt, die Katze aus ihrem Versteck zu locken.

Für verspielte Exemplare: Katzenzelt aufstellen


Eine noch vollkommen unerforschte Eigenschaft der Katze, ist das Reinspringen in ein sogenanntes “Katzenzelt”. Das Katzenzelt kann den ganzen Tag an einem beliebigen Ort stehen, Sie werden keine Katze zu Gesicht bekommen. Deshalb müssen Sie sich auf die Lauer legen. Sobald eine Katze Ihren Weg kreuzt, hoffen sie darauf, dass es sich dabei um ein verspieltes Exemplar mit hohem Jagdtrieb handelt und stellen Sie das Zelt auf. Die Katze wird das Zelt bemerken und ohne Vorwarnung mit voller Wucht in das Zelt springen. Glückwunsch, wieder sind Sie eine Katze reicher!

Einen Schrank öffnen


Eine Methode, die weltweite Berühmtheit erlangte, ist das Öffnen eines Schrankes. Gehen Sie an einen Schrank Ihrer Wahl öffnen Sie ihn. Sie werden sehen, bald wird sich eine gemeine Hauskatze darin befinden. Eine ähnliche Methode, mit dieser hier verwandt, ist das Öffnen einer sonst verschlossenen Tür. Öffnen Sie diese und auch in diesem Zimmer wird sich bald eine Katze wiederfinden.

Ein Stück Papier auf den Boden legen


Eine ebenfalls unerforschte Eigenschaft der Katze, ist das sofortige Drauflegen auf ein Stück Papier. Legen Sie also ein Stück Papier gegebenfalls auch einen großen Briefumschlag auf die Erde und schon bald wird die Katze diesen Punkt als ihren Ruheort auswählen. Allgemein ist das Bereitstellen eines Ruheortes eine hervorragende Methode des Katzenfangens.

Einen Karton hinstellen


Verwandt mit der Papier-Methode, ist das Aufstellen eines Kartons. Die Größe spielt dabei keine Rolle, der Karton kann auch deutlich zu klein für eine Katze sein. Ähnlich der Fähigkeit eines Oktopusses, der sich durch kleinste Flaschenhälse hindurchbewegen kann, wird die Katze versuchen sich in diesen Karton hineinzuquetschen. Dieses Verhalten lässt vermuten, dass Katzen mit den Oktopoden verwandt sind.

Weitere Praktiken

Das “In-Die-Küche-Gehen” – Eine sehr beliebte Methode zum Fangen von Katzen. Sie fühlen sich allein in Ihrer Wohnung? Kein Lebewesen ist zu sehen? Gut, das ist die Grundvoraussetzung für diese Methode. Gehen Sie nun in diesem Zustand in die Küche und alle in der Nähe befindlichen Katzen werden sich nun dort versammeln. Die Katzen werden hoffen, dass sie etwas zu Fressen bekommen. Kombinieren Sie nun diese Methode mit der Methode des Schrank-Öffnens und Sie haben mit Sicherheit gewonnen.

Den Laptop benutzen – Setzen Sie sich vor Ihren Laptop und täuschen Sie vor, daran zu arbeiten, denn alleine das Davorsitzen, wird die Katze nicht anlocken. Schon bald wird das Tier aufkreuzen und Ihnen jegliche Möglichkeit rauben, den Laptop noch weiter zu benutzen. Stellen Sie sich darauf ein, dass etwaige Fehlermeldungen auftreten und unzählige Programme geöffnet werden – der deutliche Nachteil dieser Methode.

Ein Buch lesen – Legen Sie sich hin oder setzen Sie sich auf die Couch und lesen ein beliebiges Schriftstück, z.B. ein Buch, eine Zeitschrift oder einen Katalog. Die Katze wird sofort ihrem Schmusetrieb nachkommen und die Ecken des Buches bearbeiten. Das Lesen wird für Sie zwar unmöglich, jedoch haben Sie auch diesmal wieder erfolgreich eine Katze gefangen.

Das ist nun das Ende meiner fantastischen Aufzählung meiner beliebtesten Methoden. Ich hoffe, dass mit meiner Hilfe auch Sie zu einem Katzenfang-Experten werden können.




It’s Kind of a Funny Story

Juli 23rd, 2011

Handlung
Craig (Keir Gilchrist) ist ziemlich überspannt und steht am Rande zur Depressivität. Grund genug für den Teenager, eine psychatrische Klinik aufzusuchen, um dort geeignete Behandlung zu erbitten. Dass diese Behandlung einen längeren Aufenthalt in der Heilanstalt voraussetzt, damit hat Craig ganz gewiss nicht gerechnet. Nichtsdestotrotz gibt sich der Teenager mit der Tatsache zufrieden – schließlich kann man hier den nötigen Abstand vom ganzen Alltagsstress gewinnen. Weit gefehlt! Denn unter so vielen instabilen Seelen und dem etwas ungewöhlichen Klinikinsassen Bobby (Zach Galifianakis) kommt ganz gewiss keine Entspannung auf. Als Craig dann jedoch die 16-Jährige Patientin Noelle (Emma Roberts) bemerkt, wird der Klinikaufenthalt plötzlich recht erträglich …

(via filmstarts.de)

Meinung
Lange habe ich keinen Film mehr gesehen, über den ich unbedingt etwas schreiben wollte. Mit It’s Kind of a Funny Story habe ich mal wieder einen gefunden.
In der Zeit der Specialeffects sieht man kaum noch Filme, die durch reine ungeschönte Bilder eine großartige Atmosphäre schaffen, auch deshalb ist dieser Film seine fünf Sterne wert, die ich ihm gegeben habe.
Der Film ist unglaublich ruhig. Es gibt keine Action und eigentlich nicht mal ein richtiges Drama. Klar, eine kleine dramatische Stelle kommt, doch die löst sich recht schnell wieder auf und endet in einer Vielzahl Bildern, die mir irgendwie einfach ein gutes Gefühl gaben.
Und obwohl das Ganze in einer Psychiatrie spielt, nicht gerade dem schönsten Ort der Welt, bekam ich trotzdem dieses Gefühl von “Das Leben ist schön.
Psychiatrien in Filmen kannte ich bisher eigentlich nur aus Horrorfilmen, wo sie nicht gerade sehr realistisch dargestellt werden, mit Zwangsjacken und Gummizellen. Dieser Film zeigt, wie eine Psychiatrie wirklich ist, ein ruhiger Ort, um runter zu kommen. Ich weiß das, weil ich einmal in einer war, natürlich nur als Besucher, aber ich wunderte mich schon sehr, weil es dort doch viel eher nach Jugendherberge aussah, als ich es mir vorstellte. Und alle hatten Jogginganzüge an!
Ich kann gar nicht genau beschreiben, warum mir dieser Film ein gutes Gefühl gab. Vielleicht war es die ruhige Atmosphäre oder die wenige, aber dafür gut platzierte Musik. Schaut ihn euch an und entscheidet selbst.




Wolverine: Logan

Juni 10th, 2011

Handlung
Wolverine reist an einen geheimnisvollen Ort in Japan, um mit den Geistern der Vergangenheit ins Reine zu kommen. Hier ereignete sich eine Episode seines Lebens, in der ihn die Flammen von Liebe, Tod und Zerstörung gebrandmarkt haben.
Wenn er nicht nachgibt, können diese Gespenster ihn dort nie mehr loslassen.
(Klappentext)

Meinung
Ich habe mal wieder einen Logan mitgebracht. Nun gut, ich habe noch welche, aber über Wolverine: Logan habe ich gerade Lust zu bloggen. Diesmal handelt es sich um ein Abenteuer aus Logans Vergangenheit, genauer gesagt seine Kriegszeit in Japan. Und diesmal ist es auch keine Horrorgeschichte, wie Wolverine: Waffe X – Geistesgestört, sondern eher um eine Liebesgeschichte, natürlich gepaart mit der üblichen SNIKT-Action!
Vorneweg, es handelt sich nicht um seine Liebelei mit Mariko Yashida, die ja eigentlich Logans ultimative Partnerin war – nicht Jean Grey – sondern um eine andere Person. Somit würde ich Wolverine: Logan eher als einen netten Spin-Off-Comic bezeichnen.

Zunächst einmal zum Buch selbst. Ja richtig gelesen: Buch. Der Comic hat kein übliches dünnes Pappcover oder Taschenbuchformat, sondern ist wirklich ein hübsches eingebundenes Buch, hart genug, um damit auf jemanden einzudreschen. So ein Buch eben. Das lässt den ganzen Comic schon etwas edler erscheinen, was auch zum ganzen Stil des Graphic Novels passt, um mal dieses moderne Wort zu benutzen.

Die Zeichnungen haben nicht den üblichen Comicstil, sondern sind eher malerisch, fast schon künstlerisch. Outlines aus Tusche und Colorierung aus Aquarell macht beinahe jede einzelne Seite zu einem kleinem Kunstwerk, auch wenn die Outlines teilweise etwas wackelig aussehen, was aber dennoch irgendwie zum Stil passt, ob gewollt oder nicht. Denn irgendwie erinnert mich das ganze an Kalligraphie, was ja widerum zur Story passt, die im malerischem Japan stattfindet.

Die Story. Logan wacht als Kriegsgefangener in einem japanischen Lager in Hiroshima auf und stößt dort auf den ebenfalls Kriegsgefangenen Warren. Zusammen flüchten sie und schnetzeln dabei nebenbei ein paar Japaner nieder, um auf die Action zu kommen. Als sie auf die Zivilistin Atsuko treffen und Warren sie als Feindin ansieht und töten will, schreitet Logan ein und rettet sie. Warren zieht sich mit eingeklemmten Schwanz zurück und die kurze Liebesgeschichte zwischen Logan und Atsuko beginnt. Und endet, das kann ich sagen ohne zu spoilern, man kennt ja Wolverine und seine Liebeleien.

So gesehen ist die Story wirklich nichts besonderes, wobei man den Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit bei Wolverine ja schon fast gewöhnt ist. Denn während der Liebelei mit Atsuko bekämpft Logan in der Gegenwart einen Geist aus ebenjener Vergangenheit. Wie gesagt, storytechnisch begeistern kann der Comic nicht wirklich, wäre da nicht das schöne Ende. Zumindest ich fand es gut.

Ich hab nun ein wenig Angst zu spoilern, aber um eine weitere Kritik auszuüben, muss ich das wohl tun, denn eines hat mir nicht wirklich gefallen. Und zwar die Darstellung von Logan. Dass er stark und selbstheilend ist, weiß man ja bereits, aber hier wird er beinahe schon bis zur Unsterblichkeit angehoben. Von einer Atombombe getroffen und das Herz wortwörtlich rausgerissen, Logan lebt. Zwar passte das alles hervorragend zur Story, aber wann kann ich denn erwarten, dass Wolverine mal ernsthaft in Schwierigkeiten gerät, wenn er sogar sowas überlebt? Was das betrifft, bin ich eher zwiegespalten. Zu perfekte Helden sind ja da doch nicht mein Ding.

Insgesamt als Wolvie-Fan eindeutig lesenswert, um seiner Vergangenheit etwas mehr Sinn zu geben, vielleicht auch noch lesenswert, wenn man sich diesem malerischen Stil gerne ansehen möchte. Aber einem Nicht-Comic-Fan und erst recht einem Nicht-Wolverine-Fan würde ich diesen Comic nicht unbedingt empfehlen, man könnte ihn durchaus als langweilig empfinden. Aber ich mochte ihn, weil Wolverine und so.