Archiv der Kategorie 'Fundstück'

Year Walk

Juli 29th, 2013

Noch nie gab ich Geld für eine App aus. Nicht mal What’s App habe ich gekauft. Das gab es damals in einer Aktion einen Tag lang umsonst. Jetzt kaufte ich doch eine und dann für ganze 3,59€. Ein Spiel namens Year Walk.

Beim Year Walk handelt es sich um ein altes schwedische Ritual, um seine Zukunft zu sehen. Man schließt sich dabei an einem bestimmten Tag in einen Raum in völliger Dunkelheit ein, ohne Essen und Trinken. Dann beginnt nachts der Year Walk. Auf dieser Wanderung sollen den Year Walkern schwedische Sagengestalten erschienen worden sein.
Im Spiel macht man eben genau diesen Year Walk. Man läuft nachts durch einen Wald, muss Rätsel lösen und begegnet auch einer Vielzahl an schwedischen Sagengestalten. Manchmal wohngesonnen, manchmal eher nicht.
Das Spiel wird zwar als Horrorspiel betitelt, jedoch gibt es nicht wirklich Schreckmomente. Dafür ist das Design des Spiels unheimlich schön und liebevoll gestaltet. Die Steuerung geht ausschließlich per Touchscreen. Nur für manche Rätsel muss man weitere Funktionen des iPhones benutzen, so muss man auch mal das Handy kippen.
Jetzt las ich desöfteren über den happigen Preis für ein Spiel, dass aufgerundet vielleicht 2 Stunden dauert. Aber ich persönlich finde, man kann sowas nicht an der Spielzeit festlegen. Die schönen Details, die liebevolle Gestaltung sind meiner Meinung nach seine 3,59€ wert. Ich mochte es zudem so gerne, dass ich es mehrmals spielte. Zudem gab es für mich sehr beeindruckende Features, die das Spiel noch einmal spannender machen, meiner Meinung sogar einem kleinen interessanten Roman gleichkommen.
So gibt es zu dem Spiel selbst eine kostenlose App, das sogenannte Year Walk Companion. Dabei handelt es sich um eine kleine Enzyklopädie der schwedischen Sagengestalten und geben dir noch einmal einen kleinen Einblick in die Story der Wesen, denen man im Spiel begegnet. Das Companion hat aber auch einen gesperrten Bonusbereich, den man mit einem Zahlencode öffnen muss. Diesen Code bekommt man, wenn man das Spiel durchspielt. Dann kommt man zu einer Art Tagebuch einer Person, die über das Rituals des Year Walks recherchiert. Mit ein bisschen aufmerksamen Lesen bekommt man schließlich eine Symbolfolge, mit der man wieder zurück im Spiel eine Kiste öffnen kann, die mich beim ersten Mal durchspielen extrem genervt hat, weil man sie ohne Code eben nicht öffnen konnte, im ganzen Spiel aber keine Hinweise zu den Symbolen zu finden waren.
Ich lege diese App jedem ans Herz, der sich nicht stört, an 1 bis 2 Stunden Spielzeit einen so „hohen“ Preis zu bezahlen und der sich für fremde Folklore interessiert.
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Homestuck

März 13th, 2013


Ich bin mal wieder unheimlich spät in solchen Dingen, aber immerhin, ich dachte schon ich würde gar nicht mehr anfangen!
Es geht um Homestuck, das wahrscheinlich schon eh jeder kennt. Ein recht umfangreicher Webcomic, der mittlerweile über 6 Akte umfasst. Ich bin gerade mal bei Akt 2, also werde ich noch eine Weile zu tun haben. Ich habe auch oft etwas von „interaktivem Webcomic“ gelesen, wobei ich außer lesen bisher noch nichts aktives tun konnte. Keine Ahnung was die meinen. Vielleicht nur, weil der Comic so tut, als könnte man doch Namen eingeben?

Darauf aufmerksam geworden bin ich eher durch Zufall. Ich schaute über die Bilder von meinen Lieblingszeichnern auf Deviantart und fand dort Fanarts der Trolls aus dem späteren Akt des Comics. Ich fand die recht putzig, kam aber nicht darauf, dass es Fanarts waren, denn das Aussehen der Typen passte so gut zum Zeichenstil. Aber immer wieder stolperte ich über das Wort „Homestuck“ und irgendwann war ich mal nicht zu faul, das zu googlen.
Ich stieß dann eben auf diesen Webcomic, begann aber nicht zu lesen, weil die Trolls, die ich auf den Fanarts so cool fand da ja noch gar nicht vorkamen und mittendrin anfangen wollte ich auch nicht. Außerdem war es auf englisch und da hatte ich irgendwie keine Lust zu.

Die Tage jedoch war ich krankgeschrieben und im Bett liegend hatte ich eh nicht viel zu tun. Ich stieß dann auf eine Fan-Seite, die den Comic auf deutsch übersetzte und das gar nicht mal so schlecht. Ich fing an zu lesen und es gefällt mir, trotz des komischen Zeichenstils sehr gut. Zwar ist die deutsche Übersetzung noch lange nicht so weit, wie das Original, aber wenn ich selbst soweit gelesen habe und wissen will, wie es weitergeht, werde ich schon beim Original weiterlesen. Manchmal muss ich mich eben selbst austricksen.
Lange Rede, kurzer Sinn: Lest Homestuck auf mspaintadventures.com!!




Die Spiderwick Geheimnisse – Die große Entdeckungsreise in die verzauberte Welt dokumentiert von Thimbletack

Juli 7th, 2011

Langer Titel ist lang. Aber so heißt das Buch, was ich letztens durch Zufall beim Real fand, runtergesetzt auf 7,- Euro. Beim Durchblättern gefiel es mir, also nahm ich es mit, aber dazu gleich.

Die Spiderwick Geheimnisse sind wohl eine ganze Buchreihe – die ich nicht gelesen hab – und es gibt sogar einen Film dazu – den ich nicht gesehen hab. Das wusste ich aber nicht, doch das Buch sah interessant aus, denn es ist aufgemacht wie eine Sammlung an Papierschnipseln, Notizen und Fundstücken. Der Stil gefiel mir sehr und auch wenn man wohl für manche Notizen, Briefchen usw. die Bücher hätte lesen sollen, war es dennoch sehr unterhaltsam darin rumzublättern.
Im Grunde sind da wohl diese drei Geschwister, die um sich herum die magische Welt entdecken. In ihrem Haus haben sie ein Wichtelmännchen namens Thimbletack, der wohl auch dieses Buch erstellt, geschrieben und zusammengesammelt haben soll. Man erfährt etwas über die drei Geschwister, über andere mystische Wesen, über Feinde, nähere Umstände der Geschichte (die eben nur praktisch sind, wenn man den Rest der Reihe kennt) und so einiges mehr.
Highlights findet man in dem Buch in Form von Briefumschlägen, die man auch tatsächlich öffnent kann und man kann einiges entdecken. Briefchen, Extraheftchen…alles sehr schön aufgemacht. Und da die Qualität und der Druck der Seiten so gut gemacht sind, musste ich teilweise immer mit der Hand über die Seiten streichen, damit ich die Umschläge finde, denn auch, was nur gedruckt ist, sieht teilweise so aus, als könnte man es herausnehmen.
Auch als Nichtkenner dieser Buchreihe fand ich das Buch sehr nett und phantasievoll, wobei ich das Glück hatte, dass das Buch runtergesetzt war, denn den eigentlichen Preis von 25 Euro hätte ich nicht bezahlt. Anders wäre es vielleicht, wenn ich Fan der Buchreihe wäre. Falls ihr also mal über dieses Buch günstig stolpert, nimmt es mit, es ist ein netter Zeitvertreib für Zwischendurch.