Nimmermehr!

21. Mai 2014


Da bin ich wieder! Schulstress ist rum und mir gehts ziemlich gut, abgesehen von der Ungewissheit über den Ausgang der Prüfung. Manche haben es vielleicht auf Twitter mitbekommen.
Und eigentlich wollte ich nach dem ganzen Klimmbimm über unsere Abschlussfahrt bloggen, aber darauf habe ich grad keine Lust. Deshalb zeige ich euch mein aktuellstes Ziehkind, das ich mir von der Arbeit mit nach Hause brachte und aufzog.
Ich nannte ihn Skully, auch wenn er ein Mädchen sein könnte und immer wenn ich ihn anfassen wollte, krahte er mich an und hackte nach mir. Aber ich war ja die mit dem Fleisch und den Zophobas.
Ein bisschen Übung und schon klappte es wunderbar, ihn mit der Pinzette zu füttern, auch wenn einiges noch daneben ging. Ich weiß nicht ob er oder ich zu ungeschickt war. Als er dann etwas fitter war, wagte er auch schon seine ersten Flugversuche. Im Büro, sonntags, wo wir nur zu Zweit waren. Sprich ich saß alleine im Büro und die Kollegin war weit und breit nicht zu finden. Guter Zeitpunkt und den ersten Flugversuch auf unsere Kasse zu richten. Er drückte dabei sämtliche Tasten und das Teil fing an zu piepen wie blöd und natürlich wusste ich nicht, wie man das wieder ausbekommt.
Beim zweiten Flugversuch landete er dann doch lieber auf mir. Dafür war ich gut, aber nach mir beim Füttern hacken konnte er weiterhin. Da hab ich ja den Unterschied zu meinen Tauben und Spatzen gemerkt. Die Krähe verteidigte sich bis zum Schluss, die anderen haben schnell gemerkt, dass ich das Futter habe und sperrten und piepsten, sobald sie mich sahen. Hinzu kam allerdings noch die Tatsache, dass die Krähe jetzt doch deutlich älter war, als die Tauben damals.
Ein Talent hatte Skully aber auch: Er konnte seinen Hintern so an den Schlitz der Transportbox pressen, dass er aus der Box hinauskackte – und zwar auf den Rücksitz des Autos meines Freundes. Und ihr wisst gar nicht, wie ein Krähenschiss müffeln kann, wenn das Tier einen Tag vorher nur Eintagsküken und rohes Rindfleisch bekam.
Als er dann anfing ständig seine Flügel zu trainieren, war es soweit, ihn in eine Voliere zu setzen, damit er dort in Ruhe flattern kann. Als er in der Voliere saß, hat man ihm einen richtig verwirrten Blick angesehen. Und dann krahte er los, als würde ihm das nicht sehr gefallen. Das klang jetzt alles nach einem langen Prozedere, dabei waren es nur ein paar Tage, an denen er bei mir war. Aber ich vermisse ihn ja schon ein bisschen, weil ich ja allgemein ein großer Krähenfan bin. Aber ich muss ja morgen schon wieder arbeiten, da schaue ich mal, wie es dem Kerl geht.

1 Kommentar bei “Nimmermehr!”

  1. green-finch.de » Archiv » Naturkundemuseum Senckenberg sagt:

    […] verglich. Rabenvögel sind super, auf der Arbeit schrei ich immer hier, wenn wir welche zum Aufziehen bekommen. Und auch sonst, habe ich die meiste Zeit damit verbracht, Tiere zu vergleichen. Bis auf […]

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