Was fehlt.

Februar 6th, 2017

Nach der längsten Inaktivitätsphase, die dieser Blog jemals hatte, kamen mir heute ein paar Gedanken auf und bevor ich Tausend Tweets absetze, dachte ich mir, dass ich darüber mal bloggen könnte. Denn darum soll es gehen: Das Bloggen.
Blogs lesen, kommentieren und schreiben. Das ist es, was mir fehlt. Ich komme nicht mehr dazu, denn dieses Erwachsenenleben ist halt etwas zeitintensiver. Man geht halt arbeiten. Dazu habe ich einen Hund und einen Freund. Hatte ich früher alles nicht, also konnte ich viel Zeit in der Blogosphäre verbringen. Wobei ich bezweifle, dass man noch Blogosphäre sagt, ist sicher schon uncool.
Das ist die eine Seite – man selbst hat sich verändert, der Alltag verläuft anders. Und bei vielen Dingen erwischt man sich, wie ein Tweet oder ein kurzer Instagram-Post ein Thema abhandelt, worüber du früher eine Seite auf deinem Blog gefüllt hättest. Es geht eben schneller und nebenbei, man muss sich nicht an den PC setzen, Fotos bearbeiten, hochladen, seine HTML-Codes eingeben – ja, ich binde über WordPress die noch heute so ein und nicht über den WYSIWYG-Editor.
Die andere Seite allerdings ist, dass nicht nur mein Leben sich verändert hat, sondern auch die Bloggerwelt an sich und das finde ich um ehrlich zu sein wirklich schade. Mehr schade (schader? am schadesten?) als dass ich kaum Zeit dafür habe. Bzw. mir vielleicht auch nicht mehr nehme. Blogs waren früher Tagebücher. Ich wollte sie lesen und lesen lassen und teilhaben an dem Leben anderer Menschen, die genauso unbesonders sind wie ich. Den Alltag. Die Unternehmungen. Mal ein Shoppingbeitrag. Diese Dinge haben mich interessiert.
Und jetzt? Blogs sind spezialisiert. Eintönig und langweilig. Outfitposts. Hauls. Schminktipps. Rezepte. Jeder ist ein Berater und jeder ist ein Experte, der dir zeigen kann, wie du dich schöner schminkst und besser kochst und wo es Klamotten gerade günstig gibt. Jeder ist Produkttester und Filmkritiker. Und dabei gehen für mich die Menschen dahinter verloren. Ich habe nix gegen Rezeptblogs oder Schminkblogs, aber es gibt einfach einen Überfluss daran. Früher konnte man einen Menschen dahinter erkennen, jetzt sind es Leute, deren Lebensinhalt es offensichtlich ist, sich zu schminken und ihre Arme mit Farbsamples zu beschmieren. Blogs sind ein riesiger grauer Einheitsbrei geworden.
Und das finde ich sehr schade.




Ich fass hier nix mehr an!

Mai 24th, 2016

Ich hoffe das war der letzte Ausraster, was diesen Blog betrifft. Aufmerksame Twitter Follower haben es ja mitbekommen: Mein Blog ging jetzt über einen Monat nicht. Und das ist übrigens schon der zweite Beitrag dazu, aber dazu kommen wir später.
Mein Hoster hat mich kontaktiert, da es mein Webpaket, welches mich im Jahr nicht mal 6 Euro kostete, nicht mehr geben wird. Er bot mir an, dass ich in das nächst kleinste Webpaket wechsle. Kostet mehr, bekomme aber auch mehr. So viel Speicher, dass ich nicht mehr alles auf Photobucket auslagern muss. Und andere technische Geschichten, von denen ich keine Ahnung hab, aber ich habe sie.

Das ist natürlich mit einem Serverumzug verbunden, aber man teilte mir mit, das ginge alle automatisch und easy und bis auf ein paar Passwörter ändern, müsste ich nichts machen. Ja, am Arsch. Es funktionierte NIX. Ich habe also WordPress komplett neu installiert, doch so waren natürlich alle meine Beiträge weg. Waren ja nur 7 Jahre Erinnerungen…
Natürlich habe ich Backups von der Datenbank gemacht, doch jedes Mal, wenn ich das Backup aufspielte, konnte WordPress nicht mehr auf die Datenbank zugreifen. Ich schrieb also den Support an, doch der meldete sich nicht. Ich habe viele Möglichkeiten probiert, doch mein Fachwissen ist auch eher begrenzt und ich wusste nicht weiter.

Dann schlug WordPress mir vor, ich könne WordPress Importer benutzen, ein Plugin, welches alle Beiträge, Kommentare, Tags etc. aus einer XML-Datei importiert. Super dachte ich, denn klug wie ich bin, hatte ich auch ein Backup als XML-Datei. Doch gab es eine Uploadgrenze von 2MB. Zu dumm, dass das Backup aber über 5MB groß ist. Ich schrieb also den Support an, man sollte mir bitte die Uploadgrenze vergrößern, denn immerhin stand im der Webpaket-Beschreibung, ich könne die php.ini Einstellungen selbst vornehmen, bzw. zumindest entscheiden, was für mich die besten Einstellungen sind. Doch wie erwähnt, der Support meldete sich nicht.

Ich fand mich schon mit dem Gedanken ab, die ganze Kacke einfach zu löschen. Sonderlich aktiv ist der Blog eh nicht mehr, wäre also nicht allzu schlimm gewesen, auch wenn schon ein wenig Wehrmut dabei gewesen wäre, denn immerhin blogge ich schon seit knapp 10 Jahren und green-finch.de ansich existiert nun auch schon seit 7 Jahren. Ich fuhr also erstmal aufs WGT und wollte mich dann um die Kündigung kümmern. Und siehe da, einen Tag nach dem Festival hatte ich plötzlich eine Email vom Support. Nach 3,5 Wochen.
In dieser schrieben sie, dass ihnen aufgefallen sei, dass mein Anliegen noch nicht bearbeitet wurde. ACH NE. Jedenfalls haben sie meine Uploadgrenze erhöht und sich dann noch ein wenig selbst gelobt, wie toll sie mir jetzt geholfen haben. Kurz und knapp, der Support ist eher bescheiden. Nett ausgedrückt.

Also setzte ich mich heute an den PC und mit der gewonnenen Uploadgrenze das Backup aufzuspielen und siehe da, es funktionierte! Die Filme-Liste ist zwar unwideruflich weg, aber was solls. Ich fange jetzt sicher keine neue an. Ein paar Feinheiten muss ich auch noch machen, aber zumindest sind die Einträge gerettet. Zunächst! Denn dann habe ich über das User-Interface Plesk, über das meine Homepage läuft, mein WordPress Passwort geändert, weil sich das generierte kein Schwein merken kann und auf einmal, zack, Datenbankverbindung fehlgeschlagen. Ich habe wirklich absolut keine Ahnung, wie das überhaupt möglich ist, aber ich bekam einen Wutanfall, öffnete das Kündigungsformular, atmete tief durch… und bin erst mal mit dem Hund raus.

Nach einer Stunde im Wald habe ich mich nochmal drangesetzt, die komplette Homepage gelöscht und von vorne begonnen. Jetzt geht es soweit wieder, wie gesagt, bis auf ein paar Kleinigkeiten wie das Instagramplugin, ich bräuchte neue Fotos und eine nicht funktioniernde Seite. Aber klar ist,
ich fass hier nix mehr an!




Rise of the Dead!

Dezember 26th, 2015

Huch!? Echt jetzt? Ja, ein Blogeintrag! Ich könnte mir selbst den Kopf dafür einschlagen, dass ich wirklich eeeeewig nichts gebloggt habe. Das senkt Besucherzahlen (um die es mir nicht sonderlich geht) aber auch die Motivation wieder etwas zu schreiben, weil man einfach so vieles anhäuft, was man bloggen wollte. Aktuell kann ich das alles eh nicht mehr halten, aber ich werde versuchen mal wieder motivierter an diesen Blog ranzugehen. Denn ich mag ihn immer noch sehr. Ich habe bis heute nicht die Fotos von meiner letzten Geocaching Tour vom Handy runtergezogen, weil ich immer noch darüber schreiben möchte! Ich wollte immer mal eine Wohnungstour machen und meine Bude fotografieren, aber habe ich ja nie, weil ja immer ewig Baustelle war – und teilweise noch ist. Weil ich jetzt eh nicht mehr chronologisch zusammenkriege, was ich nicht gebloggt habe seit Mai, werde ich jetzt einfach drauflosschreiben und mein letztes halbes Jahr zusammenfassen, wie es mir gerade einfällt. Also alles wie früher, ich hatte nie einen Plan beim Schreiben.

Der Job

Ja mein Job. Ich habe ihn immer noch, ein Job, für den man seine Seele hergeben muss. Niemand wird Tierpfleger, weil „es nix anderes gab“. Man muss das können und wollen. Und ich will es! Ich war Stationsleiterin bei den Katzen, habe aber wegen gewisser Konflikte die Position abgegeben. War nur mehr Druck, Fehler anderer (zusätzlich zu meinen eigenen) auf sich nehmen, Stress und das bei weniger Gehalt als Leute, die den Job schon länger machen. Nach einem Zusammenbruch habe ich dann gesagt, dass das jemand anderes machen soll. Es war eine undankbare Stelle. Danach war ich auch weiterhin bei den Katzen. Doch dann kündigte ein Kollege überraschend – nun ja für mich nicht, er ist mein Freund – und in der Hundestation war ein Platz frei. Was soll ich sagen, seit Oktober bin ich wieder bei den Hunden, wo einfach der Verwaltungskram nicht so viel ist, wie bei den Katzen – dafür eben mehr körperliche Arbeit. Aber ich bin ganz happy. Im Notfall helfe ich bei den Katzen aus, aber ich liebe auch meine Hunde. Nach einem gewaltigen Tief geht es mir jetzt wieder prima auf der Arbeit. Auch wenn meine Freunde unter den Kollegen alle nicht mehr da sind und ich mich mit den anderen nur oberflächlich verstehe. Bis auf die eine, sie mag ich immer noch sehr gerne. Nur ist das jetzt ein großer Weiberhaufen und es gibt ständig Zickereien und mir fehlt ein bisschen die Harmonie. Aber naja, besser oberflächliche Freundlichkeit untereinander, als Mobbing oder Zoff oder irgendwas.

Veränderung?

Ich fühle mich seit diesem Jahr irgendwie verändert. So in allem. Mag sein, dass ich erwachsener geworden bin, ich wohne ja auch das erste Mal auf mich allein gestellt. Also nicht ganz allein, mein Freund ist noch da und die Beziehung läuft einwandfrei <3 Aber trotzdem macht das "Nicht-mehr-bei-Mama-leben“ einfach erwachsener. Ich glaube mein Kleidungsstil hat sich auch etwas geändert. Ich trage immer noch schwarz ohne Ende, aber ich trage viel weniger einfach nur T-Shirt und Kapuzenjacke. Ich glaube ich ziehe mich weiblicher an. Ich schminke mich auch besser, insbesondere, seit Nathalie mir ein paar Tricks gezeigt hat. Ich schminke mich aber auch weniger. Auf der Arbeit gar nicht mehr, im Alltag weniger. Das mag jetzt so ein girly-Gequatsche sein, aber was ich sagen will ist, dass ich mich wohler fühle. Ich finde es ist ein Fortschritt, dass ich mich ohne Schminke raustraue. Ich denke ich hab mich früher einfach hässlich ohne gefühlt. Außerdem ist es albern, mit Schlamm beschmiert vor Kunden zu stehen, aber Hauptsache man ist perfekt geschminkt. Und aktuell hab ich eine tolle Haarfarbe. Danke dafür an die guteste Sue. Eine weitere Veränderung ist auch mein Essverhalten. Dadurch dass mein Freund nur sehr wenige gerichte mag und er hier eher der Koch ist, esse ich sehr einseitig. Das hat dazu geführt, dass ich doch häufiger was anderes brauche, aber ständig nur Fertigfraß geht mir auch auf den Keks. Ich bin absolut nicht der Gesundheitsfanatiker, aber ich möchte mich in Zukunft trotzdem gerne zumindst ab und zu von frischen Lebensmitteln ernähren und habe auch schon ab und zu für mich allein frisch gekocht. Schmeckt auch viel besser, als der andere Kram, aber da hab ich ehrlich gesagt nur die Muße zu, wenn ich frei habe. Wenn ich abends heimkomme, hab ich keine Lust mich noch an den Herd zu stellen und Gemüse zu schnibbeln. Ich weiß auch ehrlich gesagt nicht, ob das eine Phase ist und ich bald wieder nur Müll futtere, aber dann lasse ich meinen Körper zumindest die ungewohnten Vitamine genießen, solange ich motiviert dazu bin.

Der Hund

Mein Hund ist immer noch niedlich und gesund und ich liebe ihn nach wie vor. Ende.

Familienzuwachs

Meine Familie besteht aus Mann, Hund, Kater und zwei Schlangen (aber die Schlangen find ich eher langweilig). Und wer mir auf Twitter folgt hat bestimmt mitbekommen, dass ich bald von der Kollegin Lemminge bekomme. Ich hatte schon länger mal wieder Lust auf Kleintiere. Ich liebe Kaninchen und Meerschweinchen, kann ihnen aber nicht den Platz bieten, den sie brauchen und habe auch nicht die Zeit sie so oft zu reinigen. Hamster… nun ja, abgesehen davon, dass Hamster und ich nie Freunde geworden sind – ich hatte fast immer nur bissige Kerle – sind nachtaktiv. Da hab ich nichts von und wenn ich ein Tier habe, was so schon eher zu angucken ist, möchte ich es auch sehen! Und ich denke Lemminge sind ganz gut geeignet. Wenn man sie richtig hält, machen sie nicht so einen Dreck. Sie sind tagaktiv und man kann sie nicht alleine halten. Tiere zusammenhalten ist einfach immer so schön. Ich freue mich schon sehr, wenn die Kerle (oder Weiber) bei mir einziehen. Darüber werde ich dann auch hoffentlich bloggen.

Weihnachten!

Das einzig aktuelle, was ich schreiben werde. Ich werde nicht von jedem einzelnen Event berichten, dass ich seit Mai nicht gebloggt habe. Ich würde das alles eh nicht mehr zusammenbeekommen. Was habe ich früher von jeder Shopping-Tour berichtet? Jede Kleinigkeit, die ich kaufte vorgestellt? Ne, das ist so Blogging einer 16jährigen. Mag ich nicht mehr. Aber mein Weihnachten war sehr schön. An Heilig Abend waren wir bei meiner Mum. Mein Bruder und seine Freundin, sowie meine Großeltern waren da. Es passiert selten, dass soviele Leute an Weihnachten da sind, da gerade meine Großeltern soweit weg wohnen. Aber es war sehr schön, sehr lecker und die Geschenke kamen gut an. Besonders süß fand ich meine Oma. Sie liebt meinen Hund. Also schenkten wir ihr eine Hülle für ihr Smartphone, wo er draufgedruckt war. Sie hat das Weinen angefangen und ich fand es so putzig, wie sie sich gefreut hat. Mein Opa bekam ein Fotoalbum mit ganz vielen uralten Fotos von uns allen. Auch er war sehr gerührt. Ich selbst bekam ein Kochbuch von Bruder/Schwägerin, ultraflauschige Bettwäsche von meiner Mum/Oma, von meinem Freund neben der Lemminggrundausstattung noch die Invader Zim DVD Box und von der Mum meines Freundes einen Tag später ein Kätzchen-Regenschirm! Wenn ich es nicht schon gepostet hab, werde ich alles auf Instagram posten 🙂

Ich glaube das reicht jetzt erstmal fürs Erste. Ich werde wirklich versuchen endlich mal wieder aktiver zu bloggen. Vielleicht nicht wöchentlich, aber zumindest zwei bis dreimal im Monat.
Schönes Restjahr euch allen!