Rom

Juli 3rd, 2016

rom1Einige haben es sicher mitbekommen: Ich habe Urlaub gemacht! Mein Freund und ich waren eine Woche in Rom. Der Flug war angenehm, ich fliege ja ohnehin sehr gerne und in Rom kann man sich auch prima mit Englisch durchschlagen. Anders als in Frankreich. Ein Zug fährt direkt vom Flughafen Fiumicino zu Roms Hauptbahnhof. Von da aus fuhren mit dem Taxi zu unserem Hotel. Einen Tag später merkten wir, dass das ein Fußweg von zwei Minuten gewesen wäre…

Das bedeutete aber, dass unser Hotel ziemlich zentral lag und wir somit beinahe alle zu Fuß erreichen konnten. Sehr schön! Am ersten Tag sind wir erstmal wahllos durch Rom gelaufen. Wir gingen dann ins erste Museum, das wir sahen, das Mercati di Traiano – Museo dei Fori Imperiali. Wobei ich gestehen muss, dass es nicht so spannend war. Hauptsächlich kaputte Krüge und Tonscherben. Finde ich persönlich nicht so spannend. Auch weil ich sowas im APX zu Genüge gesehen habe. Dafür haben wir uns gefreut, denn in den Ruinen stromerten Katzen rum, aber sie wollten sich nicht streicheln lassen. Aber wieder wurde es bewiesen – wir finden immer eine Katze! . Dieses war etwas 20 Minuten zu Fuß von unserem Hotel entfernt. Man musste ein bisschen anstehen, auch weil es ziemlich strenge Sicherheitskontrollen gab, aber in den Gängen war es kühl und es ließ sich so gut aushalten. Bis auf das halbstarke Pack französischer Jugendlicher. Typen in dem Alter sind wohl aus jedem Land ultra nervig. Einer von denen schmiss immer wieder seine Wasserflasche auf den Boden und hat geguckt, ob sie stehen bleibt. Wie zur Hölle kann man sich mit sowas eine halbe Stunde lang beschäftigen!? (Später sahen wir die Typen wieder, da hat er das immer noch gemacht…).

rom1 Danach hatten wir uns einen groben Überblick geschafft und wussten, wo wir als nächstes hinwollten: Ins ColosseumAber das Colosseum war echt cool. Diese Konstruktionen unter der Kampfarena selbst. Käfige an Flaschenzügen, wo die Tiere rauskamen. Ich glaub, ich hätte mir das als Römer auch mal angesehen. Als Tierpfleger heißt es natürlich: Gibt es einen Zoo, geht man rein. Und man betrachtet so einen Zoo dann etwas anders als andere Besucher. Wir diskutieren über Gehegegrößen, Beschäftigungsmöglichkeiten und Zustand der Tiere.

Der Bioparco di Roma ließ mich etwas zwiegespalten zurück. Zwar steht in der Beschreibung, dass der Zoo auf artgerechte Tierhaltung ausgelegt ist, aber dennoch die Besucher nah rankommen (was sich eigentlich auch oft ziemlich ausschließen kann), aber ich hatte nicht immer das Gefühl, dass es den Tieren gut geht. Manche Gehege waren wirklich schön, es gab viel Platz und auffällig war, dass in einem Gehege dann vielleicht 2 bis 3 Tiere untergebracht sind. Das war wirklich nett, aber es gab auch ein zwei Gehege, die mir sehr klein vorkamen und ein paar Tiere machten mir den Eindruck, als litten sie an Zwängen. Da war ein Affe, der ganz neurotisch ewig die selbe Strecke ablief. Oder kahle, zerbissene Meerschweinchen. Gut, es ist allgemein hin bekannt, dass Meerschweinchen und Kaninchen in Zoos Futtertiere sind, dass sie sich deshalb auch wahllos vermehren sollen, aber soviele unkastrierte Männer auf einen Haufen, gibt nunmal Beißereien. Ich finde, man sollte auch Futtertiere artgerecht halten. Und auch die Gehege mit den Huftieren fand ich nicht so pralle. Die ganzen anderen Affengehege, Raubkatzen etc. hingegen waren eigentlich ganz gut. Natürlich schlägt bisher kein Zoo meinen heißgeliebten Burger’s Zoo in Arnheim. Außerdem sahen wir, wie ein Tiger mit einer Nebelkrähe spielte, was diese natürlich nicht überlebt hat. Die ist wohl ins falsche Gehege geflogen.rom1

Der nächste Ausflug war der in den Vatikan, den kleinsten Staat der Welt. Waren bisher alle Italiener wahnsinnig nett und hilfsbereit, wurde man dort wie der letzte Dreck behandelt. Wir wollten nur etwas fragen, wurden wir angeschnauzt. Wir fragten im Souvenirshop nach, die Antwort war „DRAUßEN!“ – ja bestimmt nicht in einem popeligen Souvenirshop! Es ging um die Sixtinische Kapelle. Das Ende vom Lied war, dass wir sie schlichtweg nicht fanden. Die Beschilderung hörte immer einfach irgendwo auf und niemand wollte uns helfen. Soviel zur christliche Nächstenliebe…
Wir waren also nur im St. Petersdom und in der Krypta der ehemaligen Päpste. Zum Glück war es dort überall kühl, denn man durfte ja weder Knie noch Schultern zeigen und das bei 35 Grad draußen, ich wäre sonst vermutlich am Hitzschlag gestorben. Der St. Petersdom war total imposant. Rießengroß und soviele Wandgemälde, dass man sie gar nicht zählen kann. Ich gebe zu, allgemein steh ich gar nicht so sehr auf die römische Architektur, aber sich sowas live ansehen und zu wissen, dass die damals keine schweren Baumaschinen und Kräne hatten, finde ich wahnsinnig beeindruckend.
Auf dem Rückweg vom Vatikan kamen wir an einer Burg vorbei und dachten uns, das sieht nett aus, da gehen wir mal rein. Es war dann das Castel Sant’Angelo, also tatsächlich eine Burg mit nicht gerade üblicher römischer Architektur. Burgzinnen, Pechlöcher in den Wänden… das ist schon mehr die Architektur, die ich mag. So richtig viel zu sehen, gab es darin jetzt zwar nicht, aber es gab ein Restaurant mit einem Wahnsinnsausblick auf Rom.

Sehr cool fand ich auch das Museo Frati Cappuccini e Cripta Ossario, die Kapuzinergruft. Das waren mehrere Räume mit Wandschmuck aus unzähligen menschlichen Knochen uns ein paar mumifizierten Mönchen. Ich kann das gar nicht beschreiben, aber was man für Muster aus Rippenbögen und Beckenknochen machen kann, einfach der Wahnsinn. Leider durfte man keine Fotos machen, denn beschreiben kann ich das wirklich nicht.
rom1Auch gibt es in Rom mehrere Katakomben, davon aber wohl nur sechs zum Anschauen. Dadurch, dass die aber offenbar alle miteinander verbunden sind, sehen sie sich wohl alle sehr ähnlich, denn anders als in Paris, bestehen diese Katakomben hauptsächlich aus leeren Gräbern. Niemand weiß, wo über 100.000 Leichen hin verschwunden sind. Wir waren also nur in einer Katakombe, der Catacomba di Domitilla. Ursprünglich wollten wir in mehrere Katakomben, aber eigentlich waren das alles nur Löcher in Wänden, da es sich um ganze Grber handelt und nicht um aufgestapelte Knochen, wie in Paris. Also beließen wir es bei einer Untergrund-Tour.

Apropos Untergrund. Einen Abend gingen wir in eine Metalbar, dem Full Moon Club, was im Internet aber eigentlich als Gothic-Disco beschrieben wurde. Es war aber eine Metalbar, die sich nicht an ihr eigenes Musikprogramm hielt. An diesem Abend sollte Electro, EBM und sowas kommen, aber es lief hauptsächlich Rammstein. Egal in welchem Land du was findest, wo halbwegs gute Musik läuft, ist es Rammstein. Ich frag mich echt, was Ausländer so an denen finden, wir haben doch ein weitaus breiteres Angebot als nur Rammstein? Nun gut, also tranken wir was und hörten Rammstein bis in die Nacht hinein. Die Leute dort waren wahnsinnig nett (auch wenn der Barmann mit mir nicht anstoßen wollte und ich das blöd fand) und ich ärgerte mich mal wieder über meine Schüchternheit, weil ich mich gerne mit Gleichgesinnten unterhalten hätte, aber ich kann das nicht so gut mit dem Social Life.

Am Ende unseres Pflichtprogramms, also den Dingen, die wir unbedingt machen und sehen wollten, hatten wir noch zwei Tage übrig! Wir gingen also Souvenirs kaufen, natürlich coole Sachen und sahen uns allgemein noch ein wenig um. Wir fanden einen Gothic-Store, das Bacillario und ich fühlte mich mal wieder ungerecht behandelt. Mein Freund kaufte sich drei T-Shirts für je 15 Euro, also völig ok der Preis für einen einfachen Druck. Ich suchte mir mehrere Tops raus, weniger Stoff als ein Männershirt, auch mit einem einfachen Druck… für 50-70 Euro. WARUM!? Ich kaufte also nichts und mein Freund 3 Shirts. Dafür schenkte er mir dann eine riesige dicke Plüschkatze, die ihr auf meinem Instagram-Account bewundern könnt.

rom1Für unseren letzten Tag haben wir dann doch noch was gefunden, die Colonia Felina Torre Argentina, oder auch das Katzenasyl. Das ist eine Art Tierheim, wo die Katzen allerdings frei in einer Ruine leben, die Menschen nicht betreten dürfen. Wenn sie es lassen, kann man mit den Katzen spielen und sie streicheln und man kann sie auch mitnehmen. Leider war die Dame, die die Katzen dort betreute sehr beschäftigt, also weiß ich nicht, wie die Vermittlung abläuft. Mich würde interessieren ob es Kriterien gibt, wie bei uns oder ob sie mir jetzt einfach die Katze in die Hand gedrückt hätte.
Die Katzen dort werden von ehrenamtlichen Helfern aus aller Welt kastriert und geimpft und sonst noch versorgt. Alles finanziert sich aus Spenden. Tolle Sache! Und sehr süß fand ich die Dame, die uns als Dank für eine Spende ein Foto von einer der Katzen schenkte. Das hat irgendwie was familiäres, wenn man so ein beim Fotodienst ausgedrucktes Foto bekommt, statt einen lieblos gestalteten Flyer. Es hängt jetzt also ein Foto von Orobello, dem dicken italienischen Kater an meinem Kühlschrank.

Insgesamt eine wunderschöne Woche, auch wenn ich froh war, als ich wieder daheim war. Ich bin doch so ein Heimatmensch. Doch das Essen werde ich vermissen, Pizza, Eis und Spaghetti sind hier kein Vergleich zur italienischen Variante.




Zu viel Information.

März 6th, 2015

Hey, unglaublich, ich lebe noch! Gut, auf Twitter war ich ja weiterhin aktiv, aber aufgrund des Umzugs und einer ungeplant langen Offline-Zeit war mein Blog so lange inaktiv, wie schon lange nicht mehr. Ich fasse meine letzten Monate mal zusammen.

Umzug complete!

Ich wohne jetzt seit Januar mit meinem Freund zusammen. In der ersten eigenen Wohnung, so ganz ohne Mama. Ich dachte das wird eine große Umstellung und ich hab mir viele viele Sorgen gemacht. Aber irgendwie ist es doch alles einfacher gewesen als gedacht. Gut, mein Bad muss ich selber putzen und meine Zahnpasta kauft sich nicht mehr von alleine ein, aber sonst? Was man sich halt für Gedanken macht.
Wir sind jedoch in eine ziemliche Bruchbude gezogen und das meiste ist noch nicht perfekt. Deshalb habe ich auch noch keine Fotos gemacht, ich will hier keine Baustelle posten. Auch wenn Baustelle übertrieben wäre. Ein großes Loch prangt in der Wand in der Toilette, weil da Kabel durchgelegt werden mussten. Unser Badezimmer hat noch kein Waschbecken und keine Duschkabine. Es hängen ein paar Kabel aus den Wänden und mein Kleiderschrank ist auch noch nicht fertig. Ich habe nämlich dann einen begehbaren Kleiderschrank, es fehlen nur noch Regalbretter. Bis dahin habe ich meine Klamotten noch immer in Säcken auf dem Boden im Schlafzimmer. Außerdem ist unsere neue Couch noch abgedeckt, bis der Kater Freigang bekommt, in der Hoffnung, dass er dann nicht so sehr an die Couch zum Krallenschärfen geht. Es wäre schade um die 1500 Euro Couch. Andererseits sind zig Wolldecken auf einer 1500 Euro Couch ebenso verschwendet… Apropos Kater!

Familienzuwachs

Beim Umzug ließ ich drei Katzen zurück. Die beiden 16jährigen Katzendamen müssen nicht nochmal umziehen und der Kater gehörte eh meiner Mutter. Und irgendwie habe ich auch gar nicht mehr großartig daran gedacht, mir eine Katze zuzulegen. Immerhin habe ich auf der Arbeit tagtäglich mit über 60 Katzen zutun. Doch dann kam Orko, im Tierheim unter dem Namen Mitchell. Ein freundlicher Britisch Kurzhaar Mixkater und der dumme Zufall, dass aus Mitarbeitermangel mein Freund zwei Tage in der Katzenstation verbringen musste. Dort lernte er den Kater kennen und als BKH-Fan war er ziemlich hin und weg. Und irgendwie bekam unsere Chefin das mit und bequatschte uns, dass wir den Kater zu uns nehmen sollten, jetzt wo wir keine Katzen mehr haben. Und irgendwie haben wir zugestimmt und schneller als gedacht, ist Orko bei uns eingezogen. Direkt am ersten Abend lag er bei uns im Bett und es dauerte auch nicht lange, bis sich Katze und Hund verstanden. Jetzt wird zur Begrüßung geknutscht und auch mal zusammen durch die Wohnung getobt.

Der Telekom-Kampf

Der Grund, warum ich hier so spät Internet hatte war das Chaos bei der Telekom. Erst wurden wir durch einen angeblichen technischen Fehler einfach vergessen. Nach zig Telefonaten bekamen wir dann einen Termin für einen Techniker. Der kam dann auch und verließ die Wohnung – ohne, dass wir Internet bekamen. Auf eigene Kosten bestellten wir einen Techniker, der das Problem feststellte: Der Telekom-Techniker hat den falschen Anschluss für den Speedport verwendet. Wir konnten ja nicht ahnen, dass der Techniker seinen Job nicht kann. Jetzt haben wir zwar endlich Internet, warten aber noch ab, ob wir wenigstens eine Vergütung bekommen, denn wir hatten über zwei Monate kein Internet und Telefon, aber trotzdem wurde schön bei uns abkassiert. Toller Service…

Der rote Faden…

Dann verfolgte uns auch noch eine Pechsträhne. Der Trockner ging kaputt. Die Kaffeemaschine ging kaputt. Die Stromleitungen in der Küche gingen kaputt. Die Couch kam, als wir arbeiten waren, weil das Möbelhaus vergaß, uns einen Termin zu nennen. Die Kommode, die wir kauften hatten keine Löcher an den Stellen, an denen welche sein sollten. Wir bekamen ein Ersatzteil, dass denselben Fehler aufwies, sodass wir aus lauter Frust das Ding einfach mit Pattex zusammenklebten. Dann flog uns das Dachfenster davon und der obere Raum ist momentan unbenutzbar, weil es dort einfach zieht wie Sau. Hachja, wir waren schon echt gestresst.

Auf der Arbeit

Auf der Arbeit war es nicht weniger stressig. Früher als befürchtet waren wir ein Mitarbeiter weniger. Also wurde ich sozusagen befördert. Aber auf diese gemeine Art und Weise… mehr Verantwortung bei gleichem Gehalt. Jetzt durfte ich für viele Dinge den Hals hinhalten, für die ich nichts konnte, da ich diese Vorgänge einfach nicht kannte und eben nicht wusste, dass etwas so oder so gemacht wurde. Das waren eben so Dinge, die ich noch von der Kollegin gelernt hätte, die dann aber eben von jetzt auf gleich nicht mehr da war (Kein Vorwurf an dich!). Ich bin also jetzt die Leiterin der Katzenstation und wurde einfach so ins kalte Wasser geschmissen, war völlig überfordert und vergoss einige Tränen in der Zeit. Mittlerweile gehts wieder einigermaßen, aber es kommen immer noch so Momente, wo ich nicht weiß, wie das abläuft, weil das eben bisher immer die Kollegin machte.
Jetzt zum Schluss gab es einen Chefwechsel und alle machen sich Gedanken, da die neuen Chefs etwas von Mitarbeiterwechsel redeten. Freundlich ausgedrückt. Und jetzt weiß ich nicht, was ich denken soll, weil ich im April auf ein Seminar zum Thema Katze geschickt werde, aber ich eigentlich offiziell nur noch bis Juli im Tierheim arbeite. Ob ich nun doch übernommen werde oder nicht, das muss ich abwarten, aber etwas Gewissheit wäre echt ganz nett. Außerdem gehen Gerüchte um, was ich als nächstes tun soll. Bald ist aber Meeting und dann werde ich alles erfahren. Ich bin gespannt.

Wenn meine Wohnung vorzeigbarer als jetzt ist, werde ich euch sicher mal einen ausfürlichen Fotopost machen!




Was ging ab?

Juni 27th, 2014

Ich kam einfach nicht zum Bloggen. Ich mag es nicht, wenn mein Blog so ruhig ist, aber was soll man als arbeitende Person machen? Aber das hatte natürlich seine Gründe, denn es war ziemlich viel los, das meiste hat natürlich mit meiner Arbeit zu tun. Ich erzähl euch mal, was denn so abging.

Flaschenkinder

Meine Katzenbabies Pepper & Grace aus dem letzten Post sitzen mittlerweile im Tierheim. Ich hatte sie zu Hause in der Badewanne zwischengelagert, denn da haben sie Platz zum Spielen, können nicht raus und den Dreck kann man auch ganz leicht saubermachen, denn immerhin fingen sie schon an, sich selbstständig zu erleichtern. Schon bald fing Pepper an, selbstständig weiches Nassfutter zu fressen, somit war sie eigentlich selbstständig genug, um im Tierheim zu bleiben.
Ihre Schwester jedoch hing noch weiter an der Flasche und interessierte sich nicht für das Nassfutter. Nur hatte ich bald das Problem, dass die Kleinen es schafften, aus der Badewanne herauszukommen, was ziemlich anstrengend war, denn man musste immer damit rechnen, dass die beiden im Bad herumkrochen. Also wird man als Mama radikal und setzt die Flasche ab. Körperlich war Grace stabil genug und der Hunger treibt das Nassfutter, das ich extra mit der ihr bekannten Milch vermischt hatte, schon rein. Und so war es dann auch, schon bald fraß sie ganz allein gemeinsam mit ihrer Schwester. Sie erhielten Einzug in unsere Katzenstation und jetzt fehlen nur noch freundliche Interessenten, die die zwei mit nach Hause nehmen 🙂

Stress pur!

Das Saubermachen der Tiere lernst du schnell als Azubi im Tierheim. Büroarbeit, Verantwortung über ganze Stationen und Tiervermittlung muss man üben. Ich machte das alles bis dahin eher unterstützend den leitenden Kollegen gegenüber und so wird man eigentlich langssam an diese ganze Tierheimsache rangeführt. Doch dann kommt alles anders und schon landete ich im kalten Wasser der Verantwortung.
Zwei Kollegen fielen weg und eigentlich wären wir zu dritt auf der Katzenstation gewesen, doch dann wurde unsere Katzenleiterin krank und fiel für ein paar Wochen aus. Somit waren wir nur zu zweit. Jetzt möchte man natürlich ab und zu frei haben, also wechselt man sich mit der Leitung der Katzenstation ab, denn einer muss ja immer da sein. Sprich: zum ersten Mal war ich ganz alleine verantwortlich für die Katzen, ohne richtig zu wissen, an was ich alles denken musste. Stress pur, denn man muss Kastrationstermine machen, sich um Vermittlungen und Pensionen kümmmern und irgendwie einfach an alles denken und zwar von jetzt auf gleich. Ich habe das alles irgendwie geschafft, jedoch war ich natürlich ziemlich gestresst. Der erste Tag, an dem wir wieder zu zweit waren, war eine wahre Wohltat. Jetzt bin ich aber etwas besser auf die zweite Phase vorbereitet, denn besagte kranke Kollegin wird die nächsten drei oder vier Wochen weiterhin ausfallen.
Jedoch half es irgendwie, als die Chefin mich lobte und meinte „Du hältst dich wacker!“ – das tut irgendwie gut.

Prüfungen

Nach vielem Bangen und dem Stress durch das evtl. Nichtbestehen der schriftlichen Abschlussprüfung habe ich endlich das Ergebnis: Bestanden! Zwar nur mit der Note 3, war bei einem fast 1,0er Durchschnitt auf dem Zeugnis irgendwie wehtut, aber immerhin.
Das Problem an der Sache war, dass die IHK momentan versucht die Prüfung bundesweit anzupassen – nicht jedoch die Lehrpläne. Das heißt, dass die Lehrer der einzelnen Tierpflegerschulen gar nicht genau wissen, auf was sie den Schwerpunkt richten müssen. Deswegen war so ziemlich alles, was ich für die Abschlussprüfung gelernt habe, komplett für die Füße, denn nichts von alledem habe ich gebraucht. Außerdem finde ich nicht, dass du als Tierpfleger den Lebenszyklus eines Spulwurms wissen musst, nur wie man ihn bekommt und ihn wieder loswird. Die IHK dachte sich aber, der Spulwurm sei verdammt fucking wichtig und machte ein ganzes Kapitel über ihn in die Abschlussprüfung rein – statt Dinge, die man als Tierpfleger wirklich wissen sollte, wie die richtige Fütterung, Haltung und Pflege von gewissen Tieren, die man tatsächlich im Tierheim umsorgt. Und das ist nur ein Beispiel der super Prüfung, die uns die IHK ins Gesicht geklatscht hat.
Jetzt steht am 7. Juli für mich nur noch die praktische Prüfung an und ich darf mich gelernter Kackekratzer schimpfen. Und ich werde für mindestens ein Jahr auf meiner Arbeit übernommen. Ich wünsche mir natürlich noch länger dort bleiben zu können, aber das wird sich zeigen, wenn das Jahr rum ist. Drückt mir aber die Daumen für die praktische Prüfung!

Happy Birthday

Das einzige entspannende war der Geburtstag meines Freundes. Da er 30 wurde, wollte er mal wieder richtig feiern und wir saßen dann irgendwann mit 20 Leuten im Dead End und sogar in einem eigenen kleinem Räumchen. Es war unheimlich entspannend und schön mal wieder einfach nur rumzusitzen und zu quatschen. Es war auch wirklich interessant, wie irgendwie etwas in unserer Beziehung falsch läuft. Er bekam von sämtlichen Leuten Plüscheinhörner, Einhornfigürchen und Hello Kitty Merchandise… ich bekam letztes Jahr einen Lego Hubschrauber und den Deadpool-Kopf. Wir sind aber eben gerne seltsam.