Wave-Gotik-Treff 2015

Juni 4th, 2015

Nichts ist so schwarz wie Leipzig an Pfingsten.“ – wer auch immer das gesagt hat, hatte Recht.
Es war soweit, ich habe das Wave-Gotik-Treff besucht. Ein Festival, was vermutlich schon jeder kennt, denn jährlich wird drüber berichtet, wie schwarzgekleidete Menschen aus allen Szenen und Ländern in Leipzig zusammenfinden und gemeinsam feiern. Und dieses Jahr konnte ich dran teilhaben.
Ich muss wirklich sagen, es war wirklich das angenehmste Festival, das ich je besucht habe. Rock am Ring war grauenhaft. Summer Breeze war super, aber auch dort gab es vereinzelte Idioten. Orte wo Gleichgesinnte sich finden, sind meistens friedlicher und auf dem WGT habe ich tatsächlich absolut niemanden erlebt, der ausfallend geworden ist, oder so betrunken, dass gekotzt wurde… oder überhaupt irgendetwas Schlimmes! Freundliche, gutaussehende Menschen, höflich und zuvorkommend. Allein deswegen würde ich wieder dorthin fahren!

Aber natürlich auch wegen der Events. Es gab Musik, Vorlesungen, Kunstaustellungen, eine Einkaufshalle, ein Mittelalterdorf und nicht zuletzt Fressbuden, an denen einfach alles lecker war! Wir haben geshoppt, gefuttert, getrunken und super viel Spaß gehabt. Ich habe viele Leute kennengelernt, obwohl ich eigentlich nicht gerade ein kontaktfreudiger Mensch bin, da ich äußerst schüchtern bin und deshalb auf Leute immer abweisend wirke. Aber irgendwie hat das für meine Verhältnisse gut geklappt. Wir hatten ein kurzes nettes Twittertreffen mit @Miiiezekatze, @Shadowelf, @_Der_Doctor_ und @Toxicdemon und natürlich nicht zu vergessen Nathalie, mit der ich ja überhaupt aufs Festival gefahren bin und es mit ihr verbracht habe! Später hatten wir ein weiteres kleines Treffen im Heidnischen Dorf, wo ich noch @Hallore kennenlernen durfte! Auch im Laufe der Konzerte trafen wir immer wieder zufällig auf die Jungs und Mädels aus Twitter.

Natürlich waren Nathalie und ich nicht nur zu Zweit. Ich lernte Freunde von ihr kennen, Kristina, Jenny und Ralph, wo ich sehr dankbar bin, dass ich so gut, trotz meiner üblichen Startschwierigkeiten, aufgenommen wurde ♥
Auch unsere Zeltnachbarn waren so lieb! Wir teilten Essen, Getränke und einen Spiegel. Ein Mädchen von nebenan hatte immer so tolle Outfits. Einmal einen schwarzen indischen Sari, dann ein viktorianisches Kleid. Total hübsch! Sie setzten sich immer wieder zu uns dazu und es wurde gequatscht. Sogar unser Zeltplatz Security war superlieb – wir nannten ihn ZZ Top, wegen seinem Bart – und später immer wieder, wenn er frei hatte, sahen wir ihn auf Konzerten oder in der Disko. Keine Ahnung, wann der geschlafen hat. Ein Franzose sprach mich an, wollte mit mir quatschen, aber ich krieg ja so bei Fremden schon kaum ein Wort raus, aber dann noch auf englisch? Er tat mir etwas leid, weil ich fast nichts gesagt hab. Lieber Franzose, ich hätte wirklich gerne mit dir geredet!

Wir quatschen jemanden in einem in Schrittgeschwindigkeit fahrenden Auto an, der zufälligerweise in einem Stand namens „Vegetarisch Berlin“ arbeitete. Er meinte, wir sollen doch mal zu ihm Essen kommen, doch als wir meinten, wir essen eher Fleisch, lud er uns zum Essen ein. Am nächsten Tag kamen wir der Einladung natürlich gerne nach und er gab uns einen Teller, der regelrecht überlief mit leckerem, vegetarischen Essen! Davon wurden zumindest Nathalie und ich satt. Auch im Rewe in der Schlange lernte ich ein nettes Pärchen aus Hamburg kennen.

So viele kleine freundliche Begegnungen in nur ein paar wenigen Tagen ist echt schon unglaublich. Sogar nicht Gleichgesinnte waren freundlich und offen und so kam es dazu, dass in der Straßenbahn Selfies mit Omas gemacht wurden, die freundlich und etwas zurückhaltend in die Kamera lächelten.
Das Tanzverhalten war auch super interessant. Ich dachte immer mit meinem Gewackel wäre ich etwa so gut, wie ein Toastbrot. Aber auf den Konzerten musste ich feststellen, dass ich offenbar keinen Gothic-Tanzstil habe. Ich tanze es noch mit am wildesten dort. Ich!?
Es ist unglaublich, wie langsam manche Leute zu den schnellsten Songs tanzen können. Das soll jetzt nicht abwertend klingen, ich hatte wirklich Spaß so viele verschiedene Tanzstile zu ein und demselben Song zu sehen. Und es sah wunderbar aus! Aber ich musste etwas lächeln, denn manche haben wir tatsächlich stark an die South Park Goth Kids erinnert. Es fehlte nur die Zigarette…

Ich fast das auch alles gut durchdacht. Ich war noch nie auf einem Festival, wo ich jeden Tag frisch geduscht war. Und auch jeden Tag ein volles Handy hatte. Man konnte beim Duschen sein Handy beim Kassenwart abgeben und die haben es dann gegen Geld für die Kaffeekasse geladen. Warme, saubere Duschen, die du für 1,50 Euro solange benutzen konntest, wie du wolltest. Die Klos waren auch alle ziemlich sauber und sogar bei Dixie-Klos habe ich schon weitaus Schlimmeres erlebt. Trotzdem war Dixie-Akrobatik von Nöten.
Ich habe ja die Eigenschaft, dass ich immer dann mit auf ein Festival gehe, wo fast nix spielt, was ich kenne oder sehen möchte. Auf dem WGT war es nur Samsas Traum. Jedoch hat Alex Kaschte erst zwei Tage vor seinem Auftritt verlauten lassen, dass es ein Akustik-Konzert wird und ich steh einfach so gar nicht auf Akustik und war schon herbe enttäuscht. Also doch auf November warten. So ging es aber nicht nur mir. Viele Fans verließen vorzeitig das Konzert und die Halle war locker um die Hälfte geleert worden. Schade!

Aber man ist ja offen für alles und ich habe zu Bands getanzt, von denen ich auf jeden Fall ein paar Songs brauche. Vielen Dank für eine tolle Zeit an (wobei ich gestehen muss, dass ich gerade Deine Lakaien und Fixmer/McCarthy absolut ultra langweilig fand)

L’Âme Immortelle – London After Midnight – Deine Lakaien – Nachtmahr – Combichrist Mono INC – Samsas Traum – Fixmer/McCarthy – Eisbrecher




Lieblingsdinge #1

September 26th, 2014

Ich habe, was meine Dekoration und Zimmereinrichtung betrifft einen sehr eigenen Geschmack. Mein Traum ist eine Wohnung mit allerhand Kuriositäten, allerdings mit Stil. Wie ein alter Antiquitätenladen. Oder einem Shop für Hexen? Jedenfalls habe ich mir mittlerweile ein paar Lieblingsstücke angeeignet, selbst gebastelt oder basteln lassen. Jetzt wollte ich euch mal meine schönsten Stücke zeigen.
Und zwar mein Bild mit natürlich echten Krähenschädel. Ich habe sowas mal im Internet gesehen, so ein Stück kostete über 120 Euro und ich fand, dass das viel zu einfach war, es nachzubasteln. Auch wenn der Bilderrahmen nicht sonderlich edel ist und auch der Hintergrund nur Papier ist und nicht wie im Original ein Stück Stoff, kann sich die Kopie durchaus sehen lassen.
Danke Nathalie, fürs Basteln!




Nimmermehr!

Mai 21st, 2014


Da bin ich wieder! Schulstress ist rum und mir gehts ziemlich gut, abgesehen von der Ungewissheit über den Ausgang der Prüfung. Manche haben es vielleicht auf Twitter mitbekommen.
Und eigentlich wollte ich nach dem ganzen Klimmbimm über unsere Abschlussfahrt bloggen, aber darauf habe ich grad keine Lust. Deshalb zeige ich euch mein aktuellstes Ziehkind, das ich mir von der Arbeit mit nach Hause brachte und aufzog.
Ich nannte ihn Skully, auch wenn er ein Mädchen sein könnte und immer wenn ich ihn anfassen wollte, krahte er mich an und hackte nach mir. Aber ich war ja die mit dem Fleisch und den Zophobas.
Ein bisschen Übung und schon klappte es wunderbar, ihn mit der Pinzette zu füttern, auch wenn einiges noch daneben ging. Ich weiß nicht ob er oder ich zu ungeschickt war. Als er dann etwas fitter war, wagte er auch schon seine ersten Flugversuche. Im Büro, sonntags, wo wir nur zu Zweit waren. Sprich ich saß alleine im Büro und die Kollegin war weit und breit nicht zu finden. Guter Zeitpunkt und den ersten Flugversuch auf unsere Kasse zu richten. Er drückte dabei sämtliche Tasten und das Teil fing an zu piepen wie blöd und natürlich wusste ich nicht, wie man das wieder ausbekommt.
Beim zweiten Flugversuch landete er dann doch lieber auf mir. Dafür war ich gut, aber nach mir beim Füttern hacken konnte er weiterhin. Da hab ich ja den Unterschied zu meinen Tauben und Spatzen gemerkt. Die Krähe verteidigte sich bis zum Schluss, die anderen haben schnell gemerkt, dass ich das Futter habe und sperrten und piepsten, sobald sie mich sahen. Hinzu kam allerdings noch die Tatsache, dass die Krähe jetzt doch deutlich älter war, als die Tauben damals.
Ein Talent hatte Skully aber auch: Er konnte seinen Hintern so an den Schlitz der Transportbox pressen, dass er aus der Box hinauskackte – und zwar auf den Rücksitz des Autos meines Freundes. Und ihr wisst gar nicht, wie ein Krähenschiss müffeln kann, wenn das Tier einen Tag vorher nur Eintagsküken und rohes Rindfleisch bekam.
Als er dann anfing ständig seine Flügel zu trainieren, war es soweit, ihn in eine Voliere zu setzen, damit er dort in Ruhe flattern kann. Als er in der Voliere saß, hat man ihm einen richtig verwirrten Blick angesehen. Und dann krahte er los, als würde ihm das nicht sehr gefallen. Das klang jetzt alles nach einem langen Prozedere, dabei waren es nur ein paar Tage, an denen er bei mir war. Aber ich vermisse ihn ja schon ein bisschen, weil ich ja allgemein ein großer Krähenfan bin. Aber ich muss ja morgen schon wieder arbeiten, da schaue ich mal, wie es dem Kerl geht.