Summer Breeze 2012
August 19th, 2012

Ich komme frisch vom Summer Breeze und bin schreibfreudig! Aber ich muss euch enttäuschen, viele Bilder gibt es nicht, weil mein Akku dann leider abgekackt ist. Und die Fotos, die ich hatte, sind jetzt nicht so der Brüller, aber improvisieren wir mal.
Ich hatte ehrlich gesagt ein wenig Bedenken bei dem Festival, denn meine Erfahrung bei Rock am Ring war jetzt nicht gerade die positivste. Zumal das mit Rock ja eh nicht mehr wirklich was zutun hat. Aber es ging mir hauptsächlich ums Klientel, was da so rumlief. Ein Haufen betrunkener Halbstarke. Gut, dass da gesoffen wird, ist mir bewusst, aber man kann keinen Schritt laufen, ohne angepöbelt zu werden. Und mit einem ständigen Unwohlsein auf einem Festival ist eher suboptimal.
Doch das Summer Breeze hat all diese Deppen nicht! Zumindest nicht in dem Maße. Ich wurde nie angepöbelt, wurde ich mal irgendwo angerempelt, wurde sich freundlich entschuldigt und einmal als ich fror, bot mir jemand sogar ihre Jacke an. Von den Leuten dort: Top!
Außer – bei unserem Glück natürlich – unsere Zeltnachbarn. Die hätten eher nach Rock am Ring gepasst. Das waren eher so halbstarke betrunkene Surferboys. Aber dadurch, dass das so Deppen waren, war es eben so, dass sie sich mittags schon zugesoffen haben und sich abends beschwert haben, dass sie ihre Bands vor Suff verpasst haben. Außerdem gefiel denen nicht wirklich eine Band. Ich habe sie wirklich nur lästern hören. Mir gefiel weiß Gott auch längst nicht alles, was da so spielte, weil mit diesem Kreischemetal kann ich halt nichts anfangen, aber ich wusste eben, worauf ich mich einließ, hab mir teilweise meinem Freund zuliebe ziemliches Geschrubb angehört, aber es war eben genug dabei, dass ich auch viel Spaß auf den Konzerten hatte. Aber naja, das waren pubertierende Halbstarke, wie schon erwähnt und die meiste Zeit lagen sie eben nur besoffen im Zelt.
Nach Rock am Ring, dachte ich mir, nie wieder! Aber nach dem Summer Breeze: Immer wieder gerne. Außer dass alle Crowdsurfer bei Eisregen auf mir abstürzen mussten, sodass ich dann doch lieber aus der Menge ging.
Sehr schön fand ich das Mädel, das ihren Freund gesucht hat. Beschrieben mit “lange Haare und Bandshirt”. Da hatte sie eine verdammt große Auswahl :D
Auch schön fand ich, dass es keine Parkplätze gab und man dann zum Zeltplatz latschen muss, sondern die Autos so gewunken wurden, dass man sein Zelt direkt neben dem Auto aufbauen konnte. So war es deutlich leichter sein Zelt wiederzufinden, weil die Zelte nicht vollkommen wahllos dastanden.
Mein persönlicher Flop war Oomph!. Die wollte ich gerne sehen, weil das so eine der Bands ist, die mich auf meine Musikrichtung gebracht hat, auch wenn die eigentlich schon ziemliche Popmusik machen, aber für mich sind sie eine Jugenderinnerung, auch wenn das jetzt klingt, als sei ich alt.
Nur passen Oomph! eben nicht wirklich auf das Summer Breeze, aber ich glaube, das war dem Sänger nicht wirklich bewusst. Dero brüllte immer wieder etwas von Heavy Metal und alle drei Minuten schrie er “Summer Breeze!!!”, wo ich mir beim dritten Mal schon dachte, dass ich weiß, wo ich bin. Ich mag Oomph! wirklich, aber der Auftritt war irgendwie unpassend.
Das Highlight hingegen war ASP, der auch so gar nicht auf das Festival passte. Er hingegen war sich dessen völlig bewusst. Er kam auf die Bühne und man sah ihm wirklich an, dass er nervös wurde, weil er nicht wusste, wie er dort angenommen wird. Das sagte er auch, als er meinte, er freut sich, dass sich zwischen dem ganzen Metal die Leute auch die Zeit für ein bisschen Gothic genommen haben. Diese sympathische Art zog sich durchs ganze Konzert und er wurde verdammt gut angenommen und man hat ihm auch angemerkt, wie erleichtert er dann war, als die Leute total abgegangen sind. Drei Daumen hoch für ASP!
Gesehen habe ich folgende Bands:
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Willkommen im Kopfchaos von Celina, 22, Flattermannfreak, Zockerin, manchmal viel zu Anti, grauenhafter Musikgeschmack, Alkohol ist immer zu bitter!, Erfinderin des einzig wahren James