Rise of the Dead!

Dezember 26th, 2015

Huch!? Echt jetzt? Ja, ein Blogeintrag! Ich könnte mir selbst den Kopf dafür einschlagen, dass ich wirklich eeeeewig nichts gebloggt habe. Das senkt Besucherzahlen (um die es mir nicht sonderlich geht) aber auch die Motivation wieder etwas zu schreiben, weil man einfach so vieles anhäuft, was man bloggen wollte. Aktuell kann ich das alles eh nicht mehr halten, aber ich werde versuchen mal wieder motivierter an diesen Blog ranzugehen. Denn ich mag ihn immer noch sehr. Ich habe bis heute nicht die Fotos von meiner letzten Geocaching Tour vom Handy runtergezogen, weil ich immer noch darüber schreiben möchte! Ich wollte immer mal eine Wohnungstour machen und meine Bude fotografieren, aber habe ich ja nie, weil ja immer ewig Baustelle war – und teilweise noch ist. Weil ich jetzt eh nicht mehr chronologisch zusammenkriege, was ich nicht gebloggt habe seit Mai, werde ich jetzt einfach drauflosschreiben und mein letztes halbes Jahr zusammenfassen, wie es mir gerade einfällt. Also alles wie früher, ich hatte nie einen Plan beim Schreiben.

Der Job

Ja mein Job. Ich habe ihn immer noch, ein Job, für den man seine Seele hergeben muss. Niemand wird Tierpfleger, weil „es nix anderes gab“. Man muss das können und wollen. Und ich will es! Ich war Stationsleiterin bei den Katzen, habe aber wegen gewisser Konflikte die Position abgegeben. War nur mehr Druck, Fehler anderer (zusätzlich zu meinen eigenen) auf sich nehmen, Stress und das bei weniger Gehalt als Leute, die den Job schon länger machen. Nach einem Zusammenbruch habe ich dann gesagt, dass das jemand anderes machen soll. Es war eine undankbare Stelle. Danach war ich auch weiterhin bei den Katzen. Doch dann kündigte ein Kollege überraschend – nun ja für mich nicht, er ist mein Freund – und in der Hundestation war ein Platz frei. Was soll ich sagen, seit Oktober bin ich wieder bei den Hunden, wo einfach der Verwaltungskram nicht so viel ist, wie bei den Katzen – dafür eben mehr körperliche Arbeit. Aber ich bin ganz happy. Im Notfall helfe ich bei den Katzen aus, aber ich liebe auch meine Hunde. Nach einem gewaltigen Tief geht es mir jetzt wieder prima auf der Arbeit. Auch wenn meine Freunde unter den Kollegen alle nicht mehr da sind und ich mich mit den anderen nur oberflächlich verstehe. Bis auf die eine, sie mag ich immer noch sehr gerne. Nur ist das jetzt ein großer Weiberhaufen und es gibt ständig Zickereien und mir fehlt ein bisschen die Harmonie. Aber naja, besser oberflächliche Freundlichkeit untereinander, als Mobbing oder Zoff oder irgendwas.

Veränderung?

Ich fühle mich seit diesem Jahr irgendwie verändert. So in allem. Mag sein, dass ich erwachsener geworden bin, ich wohne ja auch das erste Mal auf mich allein gestellt. Also nicht ganz allein, mein Freund ist noch da und die Beziehung läuft einwandfrei <3 Aber trotzdem macht das "Nicht-mehr-bei-Mama-leben“ einfach erwachsener. Ich glaube mein Kleidungsstil hat sich auch etwas geändert. Ich trage immer noch schwarz ohne Ende, aber ich trage viel weniger einfach nur T-Shirt und Kapuzenjacke. Ich glaube ich ziehe mich weiblicher an. Ich schminke mich auch besser, insbesondere, seit Nathalie mir ein paar Tricks gezeigt hat. Ich schminke mich aber auch weniger. Auf der Arbeit gar nicht mehr, im Alltag weniger. Das mag jetzt so ein girly-Gequatsche sein, aber was ich sagen will ist, dass ich mich wohler fühle. Ich finde es ist ein Fortschritt, dass ich mich ohne Schminke raustraue. Ich denke ich hab mich früher einfach hässlich ohne gefühlt. Außerdem ist es albern, mit Schlamm beschmiert vor Kunden zu stehen, aber Hauptsache man ist perfekt geschminkt. Und aktuell hab ich eine tolle Haarfarbe. Danke dafür an die guteste Sue. Eine weitere Veränderung ist auch mein Essverhalten. Dadurch dass mein Freund nur sehr wenige gerichte mag und er hier eher der Koch ist, esse ich sehr einseitig. Das hat dazu geführt, dass ich doch häufiger was anderes brauche, aber ständig nur Fertigfraß geht mir auch auf den Keks. Ich bin absolut nicht der Gesundheitsfanatiker, aber ich möchte mich in Zukunft trotzdem gerne zumindst ab und zu von frischen Lebensmitteln ernähren und habe auch schon ab und zu für mich allein frisch gekocht. Schmeckt auch viel besser, als der andere Kram, aber da hab ich ehrlich gesagt nur die Muße zu, wenn ich frei habe. Wenn ich abends heimkomme, hab ich keine Lust mich noch an den Herd zu stellen und Gemüse zu schnibbeln. Ich weiß auch ehrlich gesagt nicht, ob das eine Phase ist und ich bald wieder nur Müll futtere, aber dann lasse ich meinen Körper zumindest die ungewohnten Vitamine genießen, solange ich motiviert dazu bin.

Der Hund

Mein Hund ist immer noch niedlich und gesund und ich liebe ihn nach wie vor. Ende.

Familienzuwachs

Meine Familie besteht aus Mann, Hund, Kater und zwei Schlangen (aber die Schlangen find ich eher langweilig). Und wer mir auf Twitter folgt hat bestimmt mitbekommen, dass ich bald von der Kollegin Lemminge bekomme. Ich hatte schon länger mal wieder Lust auf Kleintiere. Ich liebe Kaninchen und Meerschweinchen, kann ihnen aber nicht den Platz bieten, den sie brauchen und habe auch nicht die Zeit sie so oft zu reinigen. Hamster… nun ja, abgesehen davon, dass Hamster und ich nie Freunde geworden sind – ich hatte fast immer nur bissige Kerle – sind nachtaktiv. Da hab ich nichts von und wenn ich ein Tier habe, was so schon eher zu angucken ist, möchte ich es auch sehen! Und ich denke Lemminge sind ganz gut geeignet. Wenn man sie richtig hält, machen sie nicht so einen Dreck. Sie sind tagaktiv und man kann sie nicht alleine halten. Tiere zusammenhalten ist einfach immer so schön. Ich freue mich schon sehr, wenn die Kerle (oder Weiber) bei mir einziehen. Darüber werde ich dann auch hoffentlich bloggen.

Weihnachten!

Das einzig aktuelle, was ich schreiben werde. Ich werde nicht von jedem einzelnen Event berichten, dass ich seit Mai nicht gebloggt habe. Ich würde das alles eh nicht mehr zusammenbeekommen. Was habe ich früher von jeder Shopping-Tour berichtet? Jede Kleinigkeit, die ich kaufte vorgestellt? Ne, das ist so Blogging einer 16jährigen. Mag ich nicht mehr. Aber mein Weihnachten war sehr schön. An Heilig Abend waren wir bei meiner Mum. Mein Bruder und seine Freundin, sowie meine Großeltern waren da. Es passiert selten, dass soviele Leute an Weihnachten da sind, da gerade meine Großeltern soweit weg wohnen. Aber es war sehr schön, sehr lecker und die Geschenke kamen gut an. Besonders süß fand ich meine Oma. Sie liebt meinen Hund. Also schenkten wir ihr eine Hülle für ihr Smartphone, wo er draufgedruckt war. Sie hat das Weinen angefangen und ich fand es so putzig, wie sie sich gefreut hat. Mein Opa bekam ein Fotoalbum mit ganz vielen uralten Fotos von uns allen. Auch er war sehr gerührt. Ich selbst bekam ein Kochbuch von Bruder/Schwägerin, ultraflauschige Bettwäsche von meiner Mum/Oma, von meinem Freund neben der Lemminggrundausstattung noch die Invader Zim DVD Box und von der Mum meines Freundes einen Tag später ein Kätzchen-Regenschirm! Wenn ich es nicht schon gepostet hab, werde ich alles auf Instagram posten 🙂

Ich glaube das reicht jetzt erstmal fürs Erste. Ich werde wirklich versuchen endlich mal wieder aktiver zu bloggen. Vielleicht nicht wöchentlich, aber zumindest zwei bis dreimal im Monat.
Schönes Restjahr euch allen!




Picture my Day – Day #16

Oktober 2nd, 2014

Es war mal wieder PmDD! Veranstaltet von der gutesten Sumi! Dort findet ihr auch alle Infos und weitere Posts von anderen Teilnehmern. Ich hatte diesmal frei und hatte einen ziemlich faulen Tag. Schön für mich, aber doch eher ereignislose Fotos für euch. Ihr dürft sie trotzdem anschauen!







Die Geschichte des Frankenspitzes.

September 12th, 2014

Lange Zeit war es still hier auf dem Blog. Aber nicht nur, dass durch permanenter Unterbesetzung meine Arbeit viel von mir abverlangt, auch waren die letzten drei Wochen voller Sorgen.
Eine dumme Sache, einmal nicht aufgepasst und schon war es geschehen. Mein Hund wurde gebissen.

Ein herzzerschmetternder Schrei und ein zitternder von Angst erfüllter Hund. Ich war zum Glück auf der Arbeit, wo wir im Praxisraum Material zur Erstversorgung hatten. Erst sah das alles halb so wild aus, sodass wir erst mal die Wunden spülten. Die Kollegin (danke nochmal, Nadine!) nahm das H2O2 und das Blut sprudelte aus den Wunden heraus und mein Hund begann wieder zu schreien und hatte nun Angst vor der Kollegin. Wahrscheinlich weil das Zeug ein wenig brennt. Aber wahrscheinlich mehr, weil es wirklich es sprudelt und schäumt und ihn das erschreckte.

Als die eine Wunde am Kopf sauber war, sah ich doch ein, dass er zum Arzt muss. Ein sehr tiefer Biss, bis auf den Schädel hinunter. Schnell den Notdienst angerufen und so schnell es geht zur Kleintierklinik in Alzenau gefahren, denn auch die Wunde am Hals hörte nicht auf zu bluten.

Eine furchtbare 20-Minutenfahrt später standen wir in der Klinik und er wurde begutachtet. Sie wollten ihm das Fell wegscheren, damit man die Wunden besser sah, aber wieder brach er in Panik aus. Es musste eine Narkose sein, um die Wundversorgung, die sich später als sehr schwierig herausstellte, machen zu können. Wir warteten eine Stunde im Regen und in der Kälte.
Als wir wieder reindurften sah ich das Schlimmste, was ich je sehen musste. Mein Hund in völliger Angst, frisch aus der Narkose erwacht, verkabelt in einer Art Brutkasten, damit er nicht unterkühlte. Er fiepte, dass mir das Herz wehtat. Deswegen verließen wir so schnell wie möglich wieder das Zimmer.
Die Ärztin war sich nicht sicher, ob der eine tiefe Biss den Schädel verletzt hat. Deshalb musste er über Nacht in der Klinik bleiben. Auch war sein Kaumuskel angeschlagen, dass er nichts Festes zu sich nehmen konnte und sich sogar übergab, wenn man doof an die Wunde kam.

Am nächsten Tag musste ich natürlich arbeiten und es war der furchtbarste Sonntag überhaupt. Jedoch rief ich in der Klinik an und immerhin eine Entwarnung: Der Schädel war entweder unversehrt oder hatte nur einen Haarriss, sodass nichts schlimmeres passieren konnte. Meine Mutter tat mir den Gefallen und holte ihn aus der Klinik ab. Auch wenn mir die Kosten in dem Moment egal waren, meine erste Rechnung belief sich auf 493 Euro.

Ich sah meinen Hund das erste Mal in der Mittagspause wieder. Er war voller Schmerzmittel und Antibiotika. Eine Drainage ragte aus seinem Kopf und eine weitere war unter einem dicken Halsverband versteckt. Er stank nach Desinfektionsmittel und es ging ihm einfach nur mies. Logisch. Eine Nacht bei Fremden, was er gar nicht ab kann, der Schock und die starken Schmerzen.
Zuhause fraß er nichts, bis ich wieder heimkam. Dann fraß er ein paar Brocken Nassfutter, denn Trockenfutter sollte er noch nicht bekommen.
Den folgenden Tag waren wir nach Feierabend wieder abends in der Klinik. Verbandswechsel, weitere Antibiotika und jetzt noch zwei verschiedene Augentropfen, da seine Pupillentätigkeit unterschiedlich schnell waren. Er hatte einen Stoß am Auge abbekommen. Das Auge knapp verfehlt und was ich dann noch erfuhr: Die Bisswunde am Hals hätte nur einen halben Zentimeter tiefer sein müssen und es wäre die Hauptschlagader und somit vorbei gewesen. Was ein Glück!

Da die Halswunde noch immer leicht blutete konnten die Drainagen noch nicht raus. Die nächsten Tage hatte ich frei, aber er musste sich schonen und so gingen wir nur dreimal je fünf Minuten Gassi. Und jeden Tag zum Verbandswechsel und Kontrolle wieder zur Klinik. Eine anstrengende Zeit. Einige bunte Halsverbände in den Farben blau, weiß, gelb mit Knochenmuster und meinem Highlight, dem Giraffenmuster später wurden endlich die Drainagen gezogen. Dann hatten wir einige Tage Klinikfrei, denn den Halsverband konnten wir selbst wechseln. Mit jedem Tag in der Klinik stieg die Rechnung um je 50 Euro. Ganz schön teuer so ein Hund!

Aber es ging ihm immer besser und mir somit auch. Es begang jedoch die Hautstelle am Hals abzusterben, was der Ärztin Sorgen bereitete. Zum Glück hielt sich die Nekrose in Grenzen und es wurde doch nur zu einer Kruste, die schnell von selbst abfiel. Dann war es endlich soweit. Der letzte Tag, an dem wir wieder zur Klinik düsen mussten. Die Fäden im Kopf und Hals wurden endlich gezogen und freundlicherweise bekam ich diese letzte Behandlung von der Klinik geschenkt. Nicht mehr lange und der Halsverband war Geschichte. Der wurde eigentlich nur noch gebraucht, damit der Trichter, den er die ganze Zeit tragen musste, nicht an der Wunde am Hals scheuerte. Diese war aber sauberverheilt. Jetzt fehlten nur noch die drei Löcher im Kopf. Die musste soweit verheilen, dass die Krusten abfallen, damit ich den Trichter endgültig abnehmen konnte. Und heute war es soweit, er hat seinen ersten Trichterfreien Tag in drei Wochen!

Jetzt hatte ich nur Angst, dass er eine Verhaltensänderung durchmachte. Zumindest vor anderen Hunden. Dass er Angst bekommt, ob nun bei allen oder nur bei großen oder gar nur bei großen Weißen?
Bisher aber verhält er sich wie immer. Rennt trotz Trichter auf andere Hunde zu und ist fröhlich wie eh und je. Der Hündin, die ihn biss, ist er bisher allerdings noch nicht begegnet. Ich bin gespannt, was er zu ihr sagt. Alles in allem war es ein großes Glück im Unglück. Wäre die Hündin wirklich auf einen Kampf ausgewesen, wäre mein Hund – so muss man es sagen – schlichtweg tot. Das Größenverhältnis stimmte einfach nicht und wenn ein 6,5 kg Hund einen Warnschnapper von einer 50 kg Hündin abbekommt, sehen die Spuren eben härter aus, als wenn gleich große Hunde mal eine Meinungsverschiedenheit haben.

Und bevor jetzt irgendwelche Empörungswellen hier einbrechen: Nein, die Halterin ist nicht unverantwortlich und die Hündin ist auch nicht gefährlich oder bissig. Und auch ist es nicht so, als hätte sie ihre Hündin nicht unter Kontrolle. Im Gegenteil, die Hündin ist top erzogen und lebt prima zusammen mit Kind und Katz in einer Familie. Mein Hund und sie kennen sich von kleinauf und es gab nie Grund zur Sorge. Es war eine blöde Rangelei zwischen zwei Hunden, die einfach mal dumm ausgegangen ist.
Das schreib ich, weil ich in Twitter schon eine „Diskussion“ dazu hatte.
Meine Kosten belaufen sich jetzt auf 668 Euro, aber wir sind dabei, das mit ihrer Versicherung zu klären. Hauptsache meinem Baby gehts gut!