Top 8 Comic Charaktere

Mai 11th, 2011

IGN hat ja vor kurzem eine Top 100 Comichelden Liste rausgebracht. Mir machen zur Zeit diese Top-Irgendwas Liste auch ziemlich Spaß und dann dachte ich mir, mach ich meine eigene klitzekleine Liste mit meinen Top 8 Comichelden. Aber Achtung, ziemlich X-Men-lastig.

8. Man-Bat


Fang ich mal mit Man-Bat an. Monster mochte ich als Kind schon immer gerne und der liebste Batman Gegner – also ich kenne Man-Bat nur aus Batman, auch wenn er wohl seine eigene Comicreihe hatte – Dr. Kirk Langstrom hat mich dadurch schon sehr fasziniert. Natürlich ist er total standardmäßig, wie jedes andere Monster im Comicuniversum entstanden, durch ein fehlgeschlagenes Selbstexperiment. Ist mittlerweile zwar irgendwie ausgelutscht, aber hey. Man-Bat ist eine riesige Fledermaus. Muss doch cool sein.

7. Gambit


Eigentlich war Remy LeBeau alias Gambit mir lange Zeit egal… bzw. fand ich, dass er ein eher unauffälliger Charakter war. Ich zudem auch noch überrascht, als ich letztens mal wieder X-Men Origins: Wolverine schaute, denn ich hatte ganz vergessen, dass er da vorkommt. Nun ja, im Film zwar ein hübscher Kerl, aber irgendwie so gar nicht zu Gambit passend. Dass ich ihn mag, liegt eigentlich nur an einer Story zusammen mit Wolverine namens Victims, auch weil es ein wenig um eine Art neuen Jack The Ripper ging, der unter Umständen Wolverine selbst hätte sein können. Gambit erwies sich dort als kluger Charakter, gerecht, treu und doch ein mieser kleiner Dieb. Mag ich!

6. Ilya “Volk” Skorzorski


Viel interessanter als Volk selbst, fand ich seine Geschichte. Ein russischer KGB Spion, dessen DNA mit der eines Wolfes gekreuzt wurde, um gefährlicher denn je zu sein. Im Kampf verwandelt er sich werwolfartig in einen Wolf. Nachdem er nicht mehr dort arbeitete, verdiente er sein Geld als Söldner. Doch in diesem Job ging es ihm nicht ums Geld, sondern um den Thrill der Aufträge.
Ich fand es sehr rührend, denn sein Ziel war es, einen so gefährlichen Auftrag anzunehmen, dass er sich im Kampf so weit in einen Wolf verwandelt, um sich nicht mehr zurück zu verwandeln. Ich mochte das Ende, als er seinen Gegner schließlich doch nicht tötete, sondern sich zu den anderen Wölfen in den Wald zurückzog. Eine schöne Geschichte über das grausamste Tier, dem Menschen.

5. Batman


Natürlich darf Batman nicht fehlen. Wo ich sonst sehr die Tiefe der Charaktere mag, ist sie mir hier ziemlich egal. Irgendwie finde ich die Tatsache seiner toten Eltern nicht sooo interessant. Ja, tragisch, aber naja. Faszinierender als Waynes Beweggründe, finde ich, dass er nicht wie üblich, über irgendwelche Superkräfte verfügt, sondern einfach bombastisch ausgestattet ist. Und irgendwie ein Angeber, wer sonst hat alle seine Gegenstände in Form seines Logos? Für mich ist Batman eigentlich “nur” eine coolere und erwachsenere Version von Inspektor Gadget. Aber wie gesagt, der Charakter selbst, steht dabei ziemlich im Hintergrund.

4. Nightcrawler


Kurt Wagner finde ich als Charakter interessant, weil er trotz seines dämonischen Aussehens, sprich leuchtende gelbe Augen und so ein klischeehafter Teufelsschwanz mit Pfeilspitze, so gläubig ist. Ich bin zwar kein Fan von Religion, aber solche Dinge machen schon einen tiefen Charakter aus. Ich mag ihn, auch wenn ich Teleportation als Fähigkeit eigentlich ziemlich lahm finde. Aber immer noch besser als ein Dämonen-Klischee mit Feuerbälle werfen oder sonst was. Und ich denke, das interessanteste an ihm ist nicht mal seine Fähigkeit, sondern eben sein Aussehen, dass ihm ja ziemlich zu schaffen macht. Ich mag es eben, wenn Charaktere menschlich dargestellt werden.

3. Deadpool


Wo kämen wir denn dahin, wenn ich mich nicht dem Deadpool-Hype anschließen würde. Gut, ich habe gerade mal einen Deadpool Comic gelesen, aber Cheapeau!, wenn das schon für einen Platz 3 reicht. Mir persönlich fällt kein ähnlicher Charakter wie Deadpool ein, denn Ernsthaftigkeit sucht man hier vergeblich. Derbe, lustig, actionreich. So muss Deadpool sein, wenn er schon kein Charakter mit Schwächen ist, die ich sonst so mag. Denn er hat einfach keine. Seine beste Waffe: Dumme Sprüche. Ob er nun fragt, ob “Comic-Stinklinien” aus ihm kommen (taten sie!) oder er jemanden einfach mal abknallt, weil er die neuen Star Wars Filme mehr mag, als die alten.

2. Jackie Estacado


Estacado… klingelts? Genau, der Namensgeber meines Nicknames bei…naja, so ziemlich allem. Jackie…klingelts? Genau! Der Namensgeber meines Charakters Jackie. Vor Jaaaaahren hatte ich mal einen The Darkness Comic zwischen. Irgendwann danach kam der Ego-Shooter dazu raus. Und damit war mein Interesse erneut geweckt. Estacado ist kein typischer Superheld, im Gegenteil. Ein Antiheld, wie er im Buche steht. Mafiosi, Auftragskiller und Träger der Finsternis, somit eigentlich fast das ultimative Böse. Aber doch menschlich, denn er liebt, kann einsam sein und weiß nicht so recht, ob die Finsternis nun Fluch oder Segen ist. The Darkness hat mich sehr fasziniert und ich werde auf jeden Fall weitere Comics der Reihe sammeln.

1. Wolverine


Dass Logan meine absolute Nummer 1 ist, ist kein Geheimnis. Auch wenn der Charakter unglaublich überladen ist, immerhin verbirgt er so einiges in sich, find ich jeden Aspekt in seinem Leben unglaublich interessant. Steinbruch, Samurai, Waffe X, X-Men, alter Pazifist und yeah, er ist auch schon mal mit einem Rudel Wölfe durch den Wald gejagt! Um nur ein paar Bruchstücke seines Lebens anzuschneiden. Logan kennt so ziemlich jeden Marvel Charakter persönlich und hatte sogar schon mit Jackie Estacado das Vergnügen. Logan ist manchmal witzig, manchmal ziemlich herzzerreißend und dann wieder die coole Sau, der keiner was kann. Mal ist er ein Draufgänger, mal liebt er wirklich und kann ein unheimlich tragischer Typ sein. All das mag ich an ihm, aber all das ist auch der Grund, dass ich ihn für überladen halte. Man hatte vielleicht einfach zu viele Ideen für ihn, die alle rauswollten. Aber das ist okay, denn Überladenheit passt ja wieder zu seinem hohen Alter, denn mittlerweile müsste er über 100 Jahre alt sein. Außerdem finde ich es irgendwie großartig, dass immer wieder auf seiner geringen Körpergröße rumgeritten wird, auch wenn er in manchen Comics durchaus ein riesiger Kerl ist, aber ursprünglich soll er ja ein ziemlicher Zwerg sein. Ich habe übrigens auch mein Maskottchen James nach ihm benannt: James Howlett.




Wolverine Waffe X- Geistesgestört

April 30th, 2011

Handlung
Logan befindet sich im Dunwich Sanatorium – nur weiß er weder, dass er sich dort befindet, noch, dass sein Name Logan lautet und er der Mutant namens Wolverine ist. Doch wie ist Logan in die Anstalt gelangt und was macht er an diesem Ort, an dem nur die Ärzte verrückter sind als die Patienten? Vielleicht kann Dr. Rot ja helfen. Der Mann weiß alles über das menschliche Gehirn – auch, wie man es entfernt. Außerdem: Wann hat sich Logan stets so gefühlt, als würde man ihm das Herz herausreißen? Genau. Immer, wenn er geliebt hat…
(Klappentext)

Meinung
Mein Lieblingsmutant Logan mal ganz anders: Menschlich! Anders kann ich seinen Zustand oder vielmehr sein Benehmen im Sanatorium Dunwich kaum beschreiben. Er ist verwirrt, hat Angst und – oh Wunder – will niemanden wehtun, denn erinnert sich grob an Morde, die er begangen hat. Aber von vorne.
Zunächst einmal ist der Zeichenstil deutlich ernster als bei üblichen Wolverine-Abenteuern. Meist ist er ja ein einziger muskelbepackter Haufen, bei dem man das Gefühl hat, die Muskel würden platzen, sollte man sie berühren. Extremer als jeder Bodybuilder, doch hier sieht alles recht realistisch aus. Logan ist zwar muskulös, logisch, aber dennoch kann man sich so jemanden er vorstellen, wie er die Straße langgeht. Klar, in actiongeladenen Comics passt ein muskelbeladener Logan hervorragend, doch in “Geistesgestört” fand ich den realistischen Stil wirklich passend. Da hat Yannick Paquette ganze Arbeit geleistet. Und wo wir gerade bei Zeichnungen sind: Da es sich quasi um eine Zusammenfassung von Wolverine: Weapon X 6-10 handelt, die in den USA als Einzelhefte erschienen sind, wurden auch die großartigen Cover von Adam Kubert mitabgedruckt, die eben auf den Einzelheften waren. Das Cover von Weapon X 7 finde ich übrigens großartig…

Die Zeichnungen sind sehr stimmig und Logans verzweifelt trauriger Gesichtsausdruck die ganze Zeit, könnten mich fast zum Heulen bringen. Armer Kerl! Und diese “Nahaufnahmen” der Augen sind so schön gezeichnet, da werde ich ganz neidisch. Überhaupt ist der ganze Comic sehr atmosphärisch und wird dadurch noch gestützt, dass Logan die Geschichte gedanklich erzählt. Schade finde ich, dass Marvel mal wieder schon auf dem Klappentext spoilert, oder sollte ich sagen, Panini? Denn die Ärzte, die verrückter sind, als die Patienten… das erzählt ja quasi schon die Geschichte und ich hätte es besser gefunden, wenn Dr. Rotwell irgendwie den Leser mit seinem Wahnsinn überrascht hätte, aber mit diesem Klappentext…Pustekuchen. Wie damals “Ihr erwartet einen Kampf zwischen Wolverine und Cyber? Den wird es nicht geben, in der nächsten Ausgabe wird Cyber sein überraschendes Ende finden”…Toll, Marvel!

Ich würde den Comic eher im Horrorgenre anordnen, weswegen es natürlich ein paar ordentliche Splatterszenen gibt. Gehirne, nech? Aber Logans Beleidigung wurde zensiert. Darf man in Comics nicht “Fick dich” sagen, aber Gedärme zeigen?
Ein bisschen verwirrend fand ich die Zeitsprünge. Zwar stand als Einleitung immer “Gestern” oder “Vor 12 Stunden” oder sowas da, jedoch scheinbar nicht, dass man wieder in der Gegenwart ist. Fand ich beim ersten Mal lesen verwirrend, beim zweiten Mal hab ich dann alles verstanden. Vielleicht bin ich auch nur etwas begriffsstutzig. Manchmal…meistens. Jedenfalls freute ich mich sehr, ein bisschen Nightcrawler in Aktion zu sehen! Und wenn ich richtig liege, hat die Mafiafamilie der Franchettis (aus The Darkness) auch einen Gastauftritt, denn eine Mafiafamilie? Tony, Paulie, Frankie… da klingelt es bei mir. Oder in der Mafia heißen eben alle so.

Zwar ist der Aufenthalt in der Psychiatrie der Hauptteil, doch gibt es noch eine klitzekleine Nebenstory: Wolverine und die Liebe. Der Stil ist etwas.. sagen wir künstlerischer und im Grunde geht es nur um Logan, der seine X-Men Freundinnen fragt, ob er eine Beziehung mit einer bestimmten Frau eingehen soll. Sehr ernst, sehr ruhig, aber eine nette Story. Aber eigentlich gefiel mir daran am meisten, das dazugehörige Cover. Wolverine gelangweilt und umringt von Frauen. Herrlich!

Alles in allem, ein großartiger Horror-Comic, mit viel Psychokram und Logan von einer ganz verletzlichen Seite. Doch keine Angst, die Wolverine-Action kommt nicht zu kurz und es wird viel Adamantium-Schlitzerei geben.
Bonbons und Radiergummi, yummy!




Weil’s so schön war…

April 29th, 2011